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16 Sammelobjekte
Sammelobjekt #06152
Skulpturen#06152

Porzellan-Figur eines anmutigen Mädchens aus den "Schwarzenburger Werkstätten" (inseitig eingeprägt), von 1948, sign. D v P , zeitbedingt in kleiner Auflage und damit eine Rarität, Breite 42 cm, Höhe 43 cm (einschließlich dem 8-eckigen Sockel). Die Bildhauerin studierte an den Kunstakademien in Breslau und Dresden. Nach der Flucht von Gut Strehlitz (Schlesien) lebte sie in Weißwasser (dort erhielt sie nachträglich ein Ehrengrab). Neben vielen Kleinplastiken schuf sie auch Brunnen und lebensgroße Skulpturen für den öffentlichen Raum. Zur Sammlung gehört ein kleiner Katalog, der posthum erschien und neuerdings ein eindrucksvoller Katalog "Zwischen Tradition und Moderne" des Brandenburgischen Landesmuseums für Moderne Kunst (Cottbus), 116 Seiten, in deutscher und polnischer Sprache. 2025 bat eine Berliner Galerie (die das Objekt im Virtuellen Museum gefunden hatte), ob ich das repräsentative Stück für eine Ausstellung ausleihe.

Dorothea von Philipsborn (1894 -1971))

Sachsen, Deutschland

Sammelobjekt #04973
Grafik#04973

Farbxerokopie, handübermalt und handsigniert, num. 11/50, siehe auch zwei weitere Arbeiten in meiner Sammlung (Suche: "Paik"), gekauft bei der hervorragenden Ausstellung in Bremen (1999). Außerdem schätze ich sein starkes Zitat in deutscher Sprache: "Wenn zu perfekt, liebe Gott böse". Er gilt als der berühmteste koreanische Künstler.

Nam June Paik (1932 - 2006)

Bremen, Deutschland

Schöpfung durch denken (#08152)
Zeichnungen#08152

Schöpfung durch denken

Unikat, Titel "Schöpfung durch denken", Graphit und Tusche auf Büttenpapier, von 1994, Format 76 x 56 cm. Das Motiv bezieht sich auf die Ethnie der Hopi (USA), mit dem Begleittext: "Als der große Geist zu Bewusstsein kam, fing er an zu weinen, und aus seinen Tränen wurde das Wasser. So dachte er "Licht" und es ward Licht. Und so wünschte er sich alles was geworden ist". Die wunderbare Arbeit konnte ich während der Ausstellung "Im Zeichen der Schöpfungsmythen" zum 90. Geburtstag der Künstlerin in der Galerie Carol Johnssen (München) erwerben, die Rune Mields schon seit vielen Jahren regelmäßig vertritt. Dargestellt sind die wichtigsten Symbole dieses Kulturkreises, von der Maispflanze bis zu Pfeil und Bogen und von der Schildkröte bis zur Eidechse (evtl. Suche: "Hopi" oder "Nabelschnurbeutel"). Die kleine Schildkröte findet sich außerdem schon lange auf meiner Visitenkarte. Die seit 1972 in Köln lebende Künstlerin ist eine Ausnahmeerscheinung mit vielen Facetten. Bemerkenswert sind die klare Formsprache und die nahezu grundsätzliche Beschränkung auf die Farben schwarz, weiß und grau. Von den zahllosen, auch internationalen Ausstellungen soll hier nur die documenta 6 (1977 in Kassel) hervorgehoben werden. Sie ist u.a. Ehrenmitglied des Deutschen Künstlerbundes. Ihre Bücher sind inzwischen vergriffen, vorhanden ist der Katalog zur Retrospektive "Genesis" in Göttingen (1992, 63 Seiten), mit Einführungstext von Prof. Lothar Romain, Zitat: "Im Zentrum steht eine groß angelegte Reihe zu den Schöpfungsmythen in den unterschiedlichen menschlichen Kulturen ... ". Auch das Kunstmuseum Bonn widmet ihr anlässlich des 90. Geburtstages eine Ausstellung. Ihr aktuelles Zitat: "Mir geht es wie Gerhard Richter, ich kann zwar nicht mehr großformatig malen, aber zeichnen kann ich immer noch. Und deshalb zeichne ich auch jeden Tag, meist von morgens bis zehn Uhr abends. Geistig bin ich noch nicht in Rente gegangen" - welch ein V o r b i l d ! Die alte Dame hat über ihren Sohn Kenntnis von diesem Eintrag im Virtuellen Museum erhalten.

Rune Mields

Bayern, Deutschland

Sammelobjekt #06353
Fotos#06353

Am Faschings-Dienstag 2012 bat mich Rosi Mittermaier (volkstümlicher Beiname: Gold-Rosi) in der Stadtsparkasse München um ein gemeinsames Foto (aufgenommen von ihrem Mann), weil ihr die Verkleidung gut gefiel. Einen Hinweis dazu gibt es auch im Münchner Merkur "Der Herr der Schildkröten" ("Suche : Rosi").

Christian Neureuther

Bayern, Deutschland

Eisbachsurfer (#08297)
Malerei#08297

Eisbachsurfer

Auftragsarbeit, Titel: "Eisbachsurfer", Aquarell/Fineliner, sign. Blondi (die Künstlerin firmiert clever unter: blondiart.com), Format 21 x 30 cm. Die Welle erinnert an den berühmten Holzschnitt von Katsushika Hokusai (1780 - 1849), Titel "Unter der Welle im Meer vor Kanagawa" (Original in der Bayer. Staatsbibliothek München). Zum optischen Vergleich ein Waschbecken-Stöpsel ("Suche: keep cool") oder eine Zeichnung ("Suche : Til Mette"). In einer mail schreibt sie mir u.a. "Meine Kunst live bei Dir zu sehen, ist ehrlich gesagt die größte Ehre". Jedes Jahr wird von Künstlern des Schwabinger Weihnachtsmarkts eine Glühweintasse entworfen, 2025 von ihr (Motiv sind elf fröhliche Tiere und einige weihnachtliche Symbole), sie stellt dort außerdem im Kunstzelt aus.

Claudia Steinbrich

Bayern, Deutschland

Love Turtle (#07286)
Skulpturen#07286

Love Turtle

Auftragsarbeit, Titel: "Love Turtle", Pop Art, Gips, handbemalt, sign., Größe ca. 22 cm, siehe auch weitere Arbeiten der Künstlerin.

Renate Thierjung

Bayern, Deutschland

Sammelobjekt #06475
Musikinstrumente#06475

Gitarre aus Holz, mit dem Panzer einer Meeresschildkröte als Resonanzkörper, zwar solide verarbeitet, aber nicht mehr voll funktionsfähig, vermutlich aus den 1960er Jahren, evtl. aus Mexiko (oder USA), zur Verfügung gestellt von E. Kühe (Hannover), der das Objekt auf einem Trödelmarkt erwarb. Er hatte meine Sammlung im Internet entdeckt und wollte, dass die Gitarre "einen würdigen Platz findet". Größe 90 cm (der Panzer misst ca. 44 x 35 cm), zugehörig ist eine Hülle aus rotem Kunstleder. Auch einige afrikanische Saiteninstrumente besitzen Resonanzkörper aus Schildkrötenpanzern (sogar für Gebrauchsgegenstände, wie z.B. Blasebalge, werden dort Schildkrötenpanzer eingesetzt).

Niedersachsen, Deutschland

Sammelobjekt #05615
Realien#05615

Panzer einer Eretmochelys imbricata (Echte Karettschildkröte), Größe 45 cm, weite Verbreitung in den Meeren der Tropen, Subtropen und der gemäßigten Breiten. Die Schilde des Carapax überlappen sich wie Dachziegel. Durch die rückseitige Beleuchtung sind außerdem Teile des Skeletts zu erkennen. Wegen der Schönheit des Schildpatts ist diese Art leider immer noch sehr bedroht. Ich habe das Objekt unter abenteuerlichen Umständen von einem indonesischen Fischer gekauft. Das Washingtoner Artenschutzabkommen war zu diesem Zeitpunkt noch nicht beschlossen. Schildpatt ist seit der Antike als Rohstoff zur Herstellung von Kunst- und Gebrauchsgegenständen (z.B. Schmuck, Möbelintarsien, Schatullen, Kämmen / " Suche : Kamm ") begehrt. Zum Motiv passend ein Zitat des Schweizer Schriftstellers Robert Walser "Die Natur braucht sich nicht anzustrengen, bedeutend zu sein, sie ist es".

Ost-Java, Indonesien

Sammelobjekt #05132
Versteinerungen#05132

Versteinerung aus dem Oligozän, White River Badlands. Hier zu sehen ist die Unterseite der schon beschriebenen, kompletten Schildkröte (Größe 14 cm), die sich von allen anderen derartigen Objekten unterscheidet, da sie innen hohl ist. Nebenbei: in dieser Region lebten indianische Stämme seit 10.000 Jahren, bis man sie in Reservate zwang.

Süd-Dakota, Vereinigte Staaten von Amerika

Sammelobjekt #05812
Grafik#05812

Alte Originalgrafik einer Meeresschildkröte ("Testudo marina"), auf Büttenpapier, Format DIN A 4.

Bayern, Deutschland

Turtle (#05429)
Fotos#05429

Turtle

Videoinstallation "Turtle" mit 166 Monitoren, 3 Bildplattenspielern, Stahlkonstruktion, Größe 10 x 6 Meter, Foto von Helge Mundt. Schon wegen dieser Arbeit fuhr ich 1999 zu der großen Retrospektive der Kunsthalle Bremen. "Der Künstler setzt der Schildkröte, die als eines der ältesten Lebewesen die Zeit überwunden zu haben scheint, ein Denkmal" (Zitat von Willi Blöß, in dessen Comic-Biografie zu N.J.P., sign. und für mich mit einer passenden Skizze versehen). Zudem gibt es das Motiv mit den 166 Monitoren natürlich als Postkarte. Unter "Suche : Paik" finden sich meine drei Schildkröten-Farbxerokopien (handsign.).

Nam June Paik (1932 - 2006)

Bremen, Deutschland

Sammelobjekt #05405
Volkskunst#05405

Auftragsarbeit, die Bilder aus Leinen entstehen auf dem Damast-Webstuhl (Damast-Weberei aus Damaskus seit ca. 600 nach Chr.), Einzelstück, Originalgröße 60 x 60 cm. Die Handwebmeisterin (mit Ausbildung zur Weberin am Tegernsee, Gesellenzeit und Abschluß an der Meisterschule Weberhandwerk in Sindelfingen), hat seit 1996 ihre eigene Werkstatt in München. Spezialität sind ihre innovativen Arbeiten, aber auch Webarbeiten nach historischen Vorlagen für Schlösser, Museen oder Vereine. Außerdem entwickelt sie beispielsweise Wandbehänge für Kirchenräume. Sie war u.a. bereits mehrfach in der Galerie Handwerk (München) vertreten. Dort ist im Katalog "Weben Tradition und Innovation" sogar ihr mächtiger, etwa hundertjähriger Jacquard-Webstuhl (Steuerung durch eine Lochkarte) abgebildet. Die jahrtausende alte Geschichte des Handwebens wurde 2023 in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Durch Künstlerinnen des "Bauhaus" (1919 - 1932) hat dieses Kunsthandwerk in Deutschland neuen Aufschwung erhalten. Sie fertigt immer wieder auch textile Bilder (auf Keilrahmen). Ihre Werke waren zuletzt 2025 und 2026 (30-jähriges Bestehen des Ateliers) in Ausstellungen des Bayerischen Kunstgewerbevereins München zu sehen.

Sylvia Wiechmann

Bayern, Deutschland

Sammelobjekt #05377
Malerei#05377

Auftragsarbeit (Ausschnitt), Graffiti von LOOMIT (= Mathias Köhler), 2006 in 3 Stunden mit 2-Komponenten-Spray an die Decke meines Bades gesprüht, Größe ca. 3,2 qm, sign. Der recht kleine Entwurf hatte mich sofort überzeugt. Der Künstler lebte sehr früh seine Lust aus "Kreatives mit Verbotenem zu verbinden". Seit einem Gerichtsverfahren (1984) verwendet er das Pseudonym Loomit. Er ging u. a. in die USA und lernte in New York das Tätowieren. Er gilt in Deutschland als Pionier der Street Art und ist schon lange in der internationalen Szene tätig. Natürlich ist er auch in München mit etlichen Arbeiten gut vertreten, darunter ein 23 Meter hohes Graffiti, gewidmet dem Widerstandskämpfer Georg Elser (zusammen mit WON ABC, dies entspricht seiner sehr kooperativen Arbeitsweise). Außerdem erhielt er den Schwabinger Kunstpreis aus der Hand von Oberbürgermeister C. Ude. Zudem gibt es eine ausführliche Film-Dokumentation "Lebenslinien - Loomit der Sprayer" als BR mitschnitt-Service auf DVD. In der Badewanne träume ich zuweilen vom tauchen oder denke an Picasso: "Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele".

Künstlername Loomit

Bayern, Deutschland

Sammelobjekt #05508
Skulpturen#05508

Auftragsarbeit (Kettensäge), Eberesche, 2020, sign., Größe ca. 60 cm. Auf die Künstlerin wurde ich durch ihre lebensgroßen Skulpturen aufmerksam, insbesondere ihre kraftvollen, dynamischen und meisterlichen Kettensäge-Arbeiten, die gleichzeitig durch Leichtigkeit und Bewegung überraschen (z.B. bei einem Panther, Assoziation : panta rhei - alles fließt!). Diese entstehen "Schnitt für Schnitt, wie bei Strichen einer Zeichnung", aber auch durch vorheriges modellieren. Dabei arbeitet sie schnell und "rotzig". Aus meiner Sicht gilt "Yes she can". Die Schildkröte strahlt erstaunliche Dynamik und Kraft aus, sie gilt in vielen Kulturen als "Krafttier". Zusätzlich kann man ihr beachtliches zeichnerisches Talent im Katalog "Feldenkrais und meine Kunst" entdecken. Inzwischen gibt es eine weitere Schildkröte ( Betonguß ) sowie mehrere Skizzen (z.B. Suche: Dandy).

Elsa Sophia Nietmann

Bayern, Deutschland

Schildkröten-Wanderung (#08088)
Skulpturen#08088

Schildkröten-Wanderung

Seit den 1990er Jahren verfolge ich das Werk des Ausnahmebildhauers - auch dank des engen Kontakts zu Hermann Bigelmayr - mit großer Aufmerksamkeit und verfüge inzwischen über 8 Kataloge. Eine Auftragsarbeit nimmt er nur selten an. Deshalb hatte er sich ausbedungen, länger darüber nachzudenken. So freute mich dann natürlich sein Anruf, mit der knappen Information, er habe eine Idee und der Titel lautet "Schildkröten-Wanderung". Nach Fertigstellung im Dez. 2024 verabredeten wir uns auf seinem stattlichen Hof in Unterwössen. Es wurde ein langer, sehr angenehmer Besuch und ich war von seiner genialen Lösung sofort begeistert. Es ist ein fein differenziertes Werk, expressiv mit Kettensäge gearbeitet, aus Ulmenholz, Höhe 113 cm, Tiefe 34 x 30 cm. Oft betrachte ich die anmutige Frau, immer mit Wohlgefallen. Sie scheint ganz bei sich zu sein, wandert entspannt und trotzdem beherzt, mit der für ihn charakteristischen Aussparung ("Links wo das Herz ist"). Nach meinem Empfinden trägt sie die Schildkröte liebevoll wie ein Kind auf dem Rücken und diese hält sich vertrauensvoll fest. Kurz zusammengefasst: es ist eine außerordentliche Bereicherung meiner Sammlung. Der Künstler ist seit 1983 freischaffender Bildhauer, mit einer geradezu unglaublichen Produktivität. Große Beachtung erreicht er durch ungezählte internationale und nationale Einzelausstellungen. Hier nur drei Beispiele: Luoyang (China, mit Professur an der dortigen Kunstakademie), dann die großräumige Installation "Das Narrenschiff" in Traunstein (dazu das Zitat von Dr. Birgit Löffler: "Andreas Kuhnlein ist ein Visionär" im Katalog 2020) sowie die spektakuläre Gegenüberstellung von 16 eigens dafür geschaffenen Werken zu den antiken Skulpturen in der Glyptothek, München (Katalog 2016). Das Bayer. Fernsehen hat ihm 2018 die Sendung "Lebenslinien" (s. Mediathek) gewidmet und neben diversen Auszeichnungen erhielt er 2022 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. In seinem neuesten Katalog "Was ist der Mensch?" (Skulpturen 1985 - 2025, 93 Seiten) ist die "Schildkrötenwanderung" bereits abgebildet. Aktuelle Ausstellungen 2025: "Macht und Vergänglichkeit", anläßlich des 1.000 - jährigen Jubiläums der Stadt Burghausen, zugänglich in drei Höfen der weltlängsten Burg. Er ist außerdem Kurator der Landesgartenschau in der österreichischen Barockstadt Schärding. Für die bemerkenswerte Ausstellung hat er eigens zwei großen Skulpturen geschaffen.

Andreas Kuhnlein

Bayern, Deutschland

Die Hutmacherin (#04954)
Malerei#04954

Die Hutmacherin

"Die Hutmacherin", Gemälde von Jutta Duschl, Salzburg, Acryl und Ölfarbe, Leinwand auf verkeiltem Holzrahmen, 50 x20 cm. Die Künstlerin hat sich von Renaissance-Bildern inspirieren lassen. Es gibt ein Gegenstück, bei dem eine Eidechse auf dem Handrücken eines Mannes sitzt. Als ich ihr von der Symbolik Schildkröte/Eidechse (siehe Nabelschnurbeutel) bei den Indianern Nordamerikas erzählte, bot sie von sich aus an, nachträglich eine offene Hand, in der eine Schildkröte sitzt, einzufügen. Das ist ihr hervorragend gelungen.

Jutta Duschl

Salzburg, Österreich

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