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Sammlung Lurati
Virtuelles Schildkröten-Museum
Ich sammle seit 1966 Schildkröten. In dieser Zeit habe ich in meiner Münchner Wohnung über 10.000 Objekte gesammelt, sowie über 150 Auftragsarbeiten von zeitgenössischen Künstlern erworben.
Nach 50 Jahren wird die Privatsammlung nun im Internet präsentiert — ich arbeite fleißig daran, viele der über 10.000 Stücke meiner Sammlung hier digital zugänglich zu machen.
Die virtuelle Ausstellung bietet verschiedene Zugangsvarianten — über die Topbar oder unten in den Kategorien.
Mit einem kostenlosen Besucher-Zugang können Sie sich zusätzlich einen persönlichen Ausstellungskatalog als PDF zusammenstellen oder einzelne Sammelobjekte als virtuelle Postkarte an Freunde verschicken.
Auftragsarbeit, Lithographie vom eigenen Stein (ca. 1850, der Künstler ist namentlich nicht bekannt), Format 22 x 16 cm (plus Umrandung). Diesen einzigen Abzug hat Franz Hoke (seinerzeit Leiter der Lithographie-Werkstatt im Künstlerhaus München) 2015 handwerklich meisterhaft "gezaubert". Erfinder der Technik ist Alois Senefelder (1771 - 1834). Den alten Solnhofener Lithographie-Stein hat mir Andreas Brahm (s. Chimaira / Edition, Buchhandlung und Antiquariat in Frankfurt) beschafft. Über ihn besitze ich zahllose Bücher zum Thema Schildkröten aus aller Welt.
Franz Hoke
Bayern, Deutschland
Sein Buch "Vatermilch", Buch 1: Die Irrfahrten des Rufus Himmelstoss, Graphic Novel, Carlsen Verlag Hamburg, 2020, 126 Seiten, hat mir der Künstler Uli Oesterle mit einer Originalzeichnung signiert.
Bayern, Deutschland

"Dame mit Schildkrötenhut"
Die beeindruckende Begegnung mit dem Künstler bei der ART STROKE (München) und sein altmeisterlicher Stil inspirierten mich zu dieser Auftragsarbeit. Ergebnis ist das wunderbare Werk (2024), Titel "Dame mit Schildkrötenhut", Bleistift mit feinen, weißen Schraffuren, sign., Format 20 x 30 cm. Der Künstler studierte an der Universität für angewandte Kunst in Wien (Meisterklasse Prof. Hutter und Prof. Herzig), wo er auch überwiegend lebt. Seine Arbeiten befinden sich in renommierten öffentlichen und privaten Sammlungen, u.a. bei Alexander Knauf (Konzern in Iphofen/Unterfranken, dort mit eigenem erstklassigen Museum). Er ist ein klassischer Atelierkünstler (wird durch mehrere Galerien vertreten) und weitläufig verwandt mit Paul Flora (1922 - 2009), einem prominenten Zeichner, Karikaturisten, Illustrator und Schriftsteller, der ihm auch Vorbild ist (der hatte auch im Knauf-Museum Iphofen ausgestellt und ich durfte ihn bei Meisi Grill kennen lernen).
Christian Flora
Bayern, Deutschland
Spardose, farbenfroh bemalt, die goldenen Linien sind plastisch aufgelegt, Größe 21,5 cm. Im schwarzen Boden läßt sich die Dose mit einem Holzschieber öffnen. Zur Herkunft hatte der Verkäufer leider keine Kenntnis, Vergleiche lassen evtl. auf Indonesien schließen.
Bayern, Deutschland
Hinzugefügt vor 4 Monaten
"Seemusikanten"
Die Skulptur habe ich auf der Internationalen Handwerksmesse (München) entdeckt und war von seinen ausgestellten Arbeiten sofort begeistert. Material Eisen, gegossen, geschweißt und farbig einfühlsam gefasst, Format: 55 cm hoch, 34 cm breit (Sockel 15 x 13 cm). Den Titel hat der Künstler vergeben und in den Sockel eingraviert, Entstehungsjahr 2024. Die Idee, drei positiv besetzte Meerestiere zu verbinden, ist überzeugend. Der Künstler hat durch seinen Stil einen hohen Wiedererkennungswert und arbeitet seit 1994 ausschließlich freiberuflich als Bildhauer und Karikaturist (für namhafte Zeitungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz). Sein Atelier, mit Skulpturengarten und Galerie, befindet sich in Frickenhausen (bei Memmingen), zudem gibt es ein Atelier auf Gran Canaria. Erste Ausstellungen ab 1982, u.a. in München (Haus der Kunst, Ägyptisches Museum, Künstlerhaus am Lenbachplatz), dann auch international (z.B. Frankreich, Italien, Spanien, Österreich, Luxemburg, Ungarn, USA und Panama). Auch im Öffentlichen Raum ist er mit seinen Arbeiten gut vertreten, wurde mit diversen Kunstpreisen (Sonderpreis der Konrad Adenauer Stiftung) ausgezeichnet und ist Autor mehrerer Bücher. Er hat mir Fotos von weiteren Schildkröten-Skulpturen übermittelt, sogar auf seinem Flipperautomat ist eine große Meeresschildkröte zu sehen.
Horst W. Wendland
Bayern, Deutschland
Hinzugefügt vor 4 Monaten
"Tranquilla Trampeltreu" die beharrliche Schildkröte
Abschließende Doppelseite aus dem Bilderbuch von Michael Ende mit Noten von Wilfried Hiller. Unter den Hochzeitsgästen ist "Tranquilla (links unten) ein bisschen müde zwar, aber sehr glücklich und sprach: Ich hab´s doch immer gesagt, dass ich rechtzeitig da sein werde". Der Gag: es ist die Hochzeit des Nachfolgers von Leo dem Achtundzwanzigsten!
Manfred Schlüter
Bayern, Deutschland
Hinzugefügt vor 4 Monaten

Schildkröten-Wanderung
Seit den 1990er Jahren verfolge ich das Werk des Ausnahmebildhauers - auch dank des engen Kontakts zu Hermann Bigelmayr - mit großer Aufmerksamkeit und verfüge inzwischen über 8 Kataloge. Eine Auftragsarbeit nimmt er nur selten an. Deshalb hatte er sich ausbedungen, länger darüber nachzudenken. So freute mich dann natürlich sein Anruf, mit der knappen Information, er habe eine Idee und der Titel lautet "Schildkröten-Wanderung". Nach Fertigstellung im Dez. 2024 verabredeten wir uns auf seinem stattlichen Hof in Unterwössen. Es wurde ein langer, sehr angenehmer Besuch und ich war von seiner genialen Lösung sofort begeistert. Es ist ein fein differenziertes Werk, expressiv mit Kettensäge gearbeitet, aus Ulmenholz, Höhe 113 cm, Tiefe 34 x 30 cm. Oft betrachte ich die anmutige Frau, immer mit Wohlgefallen. Sie scheint ganz bei sich zu sein, wandert entspannt und trotzdem beherzt, mit der für ihn charakteristischen Aussparung ("Links wo das Herz ist"). Nach meinem Empfinden trägt sie die Schildkröte liebevoll wie ein Kind auf dem Rücken und diese hält sich vertrauensvoll fest. Kurz zusammengefasst: es ist eine außerordentliche Bereicherung meiner Sammlung. Der Künstler ist seit 1983 freischaffender Bildhauer, mit einer geradezu unglaublichen Produktivität. Große Beachtung erreicht er durch ungezählte internationale und nationale Einzelausstellungen. Hier nur drei Beispiele: Luoyang (China, mit Professur an der dortigen Kunstakademie), dann die großräumige Installation "Das Narrenschiff" in Traunstein (dazu das Zitat von Dr. Birgit Löffler: "Andreas Kuhnlein ist ein Visionär" im Katalog 2020) sowie die spektakuläre Gegenüberstellung von 16 eigens dafür geschaffenen Werken zu den antiken Skulpturen in der Glyptothek, München (Katalog 2016). Das Bayer. Fernsehen hat ihm 2018 die Sendung "Lebenslinien" (s. Mediathek) gewidmet und neben diversen Auszeichnungen erhielt er 2022 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. In seinem neuesten Katalog "Was ist der Mensch?" (Skulpturen 1985 - 2025, 93 Seiten) ist die "Schildkrötenwanderung" bereits abgebildet. Aktuelle Ausstellungen 2025: "Macht und Vergänglichkeit", anläßlich des 1.000 - jährigen Jubiläums der Stadt Burghausen, zugänglich in drei Höfen der weltlängsten Burg. Er ist außerdem Kurator der Landesgartenschau in der österreichischen Barockstadt Schärding. Für die bemerkenswerte Ausstellung hat er eigens zwei großen Skulpturen geschaffen.
Andreas Kuhnlein
Bayern, Deutschland
Die Hutmacherin
"Die Hutmacherin", Gemälde von Jutta Duschl, Salzburg, Acryl und Ölfarbe, Leinwand auf verkeiltem Holzrahmen, 50 x20 cm. Die Künstlerin hat sich von Renaissance-Bildern inspirieren lassen. Es gibt ein Gegenstück, bei dem eine Eidechse auf dem Handrücken eines Mannes sitzt. Als ich ihr von der Symbolik Schildkröte/Eidechse (siehe Nabelschnurbeutel) bei den Indianern Nordamerikas erzählte, bot sie von sich aus an, nachträglich eine offene Hand, in der eine Schildkröte sitzt, einzufügen. Das ist ihr hervorragend gelungen.
Jutta Duschl
Salzburg, Österreich

Schöpfung durch denken
Unikat, Titel "Schöpfung durch denken", Graphit und Tusche auf Büttenpapier, von 1994, Format 76 x 56 cm. Das Motiv bezieht sich auf die Ethnie der Hopi (USA), mit dem Begleittext: "Als der große Geist zu Bewusstsein kam, fing er an zu weinen, und aus seinen Tränen wurde das Wasser. So dachte er "Licht" und es ward Licht. Und so wünschte er sich alles was geworden ist". Die wunderbare Arbeit konnte ich während der Ausstellung "Im Zeichen der Schöpfungsmythen" zum 90. Geburtstag der Künstlerin in der Galerie Carol Johnssen (München) erwerben, die Rune Mields seit 1988 vertreten hat. Dargestellt sind die wichtigsten Symbole dieses Kulturkreises, von der Maispflanze bis zu Pfeil und Bogen und von der Schildkröte bis zur Eidechse (evtl. Suche: "Hopi" oder "Nabelschnurbeutel"). Die kleine Schildkröte findet sich außerdem schon lange auf meiner Visitenkarte. Die seit 1972 in Köln lebende Künstlerin ist eine Ausnahmeerscheinung mit vielen Facetten. Bemerkenswert sind die klare Formsprache und die nahezu grundsätzliche Beschränkung auf die Farben schwarz, weiß und grau. Von den zahllosen, auch internationalen Ausstellungen soll hier nur die documenta 6 (1977 in Kassel) hervorgehoben werden. Sie ist u.a. Ehrenmitglied des Deutschen Künstlerbundes. Ihre Bücher sind inzwischen vergriffen, vorhanden ist der Katalog zur Retrospektive "Genesis" in Göttingen (1992, 63 Seiten), mit Einführungstext von Prof. Lothar Romain, Zitat: "Im Zentrum steht eine groß angelegte Reihe zu den Schöpfungsmythen in den unterschiedlichen menschlichen Kulturen ... ". Auch das Kunstmuseum Bonn widmete ihr anlässlich des 90. Geburtstages eine Ausstellung. Ihr aktuelles Zitat: "Mir geht es wie Gerhard Richter, ich kann zwar nicht mehr großformatig malen, aber zeichnen kann ich immer noch. Und deshalb zeichne ich auch jeden Tag, meist von morgens bis zehn Uhr abends. Geistig bin ich noch nicht in Rente gegangen" - welch ein V o r b i l d ! Die alte Dame hat über ihren Sohn Kenntnis von diesem Eintrag im Virtuellen Museum erhalten. Nach 91 erfüllten Lebensjahren ist sie am 26.6.2026 verstorben.
Rune Mields
Bayern, Deutschland
