Grafik
Drucke und Grafiken im weiteren Sinn — Holzschnitt, Radierung, Lithografie, Siebdruck u. a. Druckverfahren mit Schildkröten als Motiv.
119 SammelobjekteAlte Originalgrafik einer Meeresschildkröte ("Testudo marina"), auf Büttenpapier, Format DIN A 4. In vielen alten Kulturen glaubt man, dass Meeresschildkröten eine sehr starke natürliche Kraft besitzen.
Bayern, Deutschland
Alte Originalgrafik, USA, 1852, aus dem Buch "MUSEUM OF ANIMATED NATURE". Hier ist das komplette Blatt zu sehen. Es zeigt 5 weitere Arten (das Mittelteil ist bereits eigens beschrieben worden, "Suche : Cuba").
Pennsylvania, Vereinigte Staaten von Amerika
Alte Originalgrafik, USA, 1852, aus dem Buch "MUSEUM OF ANIMATED NATURE": Es zeigt den Fang von Meeresschildkröten an der Küste von Cuba. Um dieses Motiv herum sind noch 5 weitere Schildkröten-Abbildungen dargestellt, deshalb das Format von ca. 34 x 25 cm.
New Jersey, Vereinigte Staaten von Amerika
Linolschnitt, num. 1/15, sign., Format 20 x 14 cm. Ihre Arbeiten stehen ganz im Zeichen der Reduktion von Form und Farbe. Es gibt eine weitere Grafik und eine Skulptur von ihr ("Suche : Noeggerath"). Zwar kommen Schildkröten im Werk öfter vor, ihre Lieblingstiere sind jedoch Katzen.
Inge Noeggerath
Bayern, Deutschland
Linolschnitt, num. 1/15, sign., Format 18 x 14 cm (siehe auch ihre getöpferte Skulptur, "Suche : Noeggerath"). Die liebenswürdige Künstlerin lebt und arbeitet in München (Schwabing).
Inge Noeggerath
Bayern, Deutschland
Original-Radierung auf Büttenpapier, sign., Format 14 x 18 cm. Das Motiv hat einen Bezug zu "Momo" und der Schildkröte "Kassiopeia". Der Schweizer Fred Weidmann (1938 - 2023) studierte in USA und an der Uni Köln (Soziologie, Anatomie, Völkerkunde und Kommunikationsforschung). Ab 1971 war er freiberuflicher Künstler, lebte seit 1983 in Schwabing (München) und nahm regelmäßig an internationalen Ausstellungen teil. Die Arbeit ist ein Geschenk von Alexander Lauterwasser. "Kassiopeia" (es gibt sogar ein Sternbild dieses Namens) formt in der Erzählung Michael Endes Worte und Zahlen auf ihrem Panzer. Übrigens spielt die Zahl 8 weltweit in vielen Kulturen eine besondere Rolle, auch im Christentum (Auferstehung, Neuanfang, Wiedergeburt). Insbesondere in China steht sie z.B. für Vollkommenheit und Harmonie, gilt aber zugleich als Glückszahl für Wohlstand und Reichtum. Die liegende Acht ist zudem universelles Symbol für Unendlichkeit und Ewigkeit.
Bayern, Deutschland
Surimono, Japanischer Holzschnitt von ca. 1820, Format mit Passepartout 28 x 36 cm. Das dazugehörige Gedicht stammt vermutlich von Jingairo Kiyozumi und spielt wohl auf die spezielle Neujahrssuppe an. Weitere Informationen unter "Suche : Surimono".
Hotei Gosei (1768? - 1835)
Japan
Farbdruck vom Holzschnitt, Titel: Die Brücke Mannenbashi in Fukagawa, Japan (aus der Serie "Hundert berühmte Ansichten von Edo", jetzt Tokyo), Format ca. 26 x 36 cm. Motiv: eine Schildkröte wird zum Verkauf angeboten, die "Brücke der zehntausend Jahre" ist nur angedeutet, im Hintergrund der symbolträchtige Vulkan Fuji. Der Geschichte nach gab man den Käufern die Gelegenheit, die Tiere wieder frei zu lassen (zur Verbesserung des eigenen Karmas, indem man Leben schenkte). Das Motiv zitiert der Künstler Taniguchi (Japan) in seinem Buch ("Suche : Kartograph").
Utagawa Hiroshige (1797 - 1858)
Japan
Farbholzschnitt zu einem der ältesten Märchen aus Japan, versehen mit einem Text zu der Legende des jungen Fischers Urashima Taro, sign., gerahmt, Format 36 x 49 cm. Der Meister des Holzschnitts lebte von 1769 - 1825 (s. auch Ausschnitt zu diesem Werk). Verwandte Motive finden sich immer wieder in der japanischen Kunst (siehe "Farbholzschnitt", Postkarten oder "Suche : Taro"). Der komplette Text in deutscher Sprache ist in dem Buch "Magie des Meeres" (illustriert, "Suche : Lisa Bühner") enthalten. Als verwandtes Motiv kommt Urashima Taro (auf einer Schildkröte) erstaunlicherweise sogar auf einer Briefmarke der Mongolei vor.
Toyokuni Utagawa
Japan
Auschnitt zu dem Farbholzschnitt von Toyokuni Utagawa (1769 - 1825, "Suche : Utagawa"). Das Bild erinnert etwas an zeitgenössische Manga aus Japan. Aber japanische Farbholzschnitte haben bereits im europäischen Impressionismus und im Jugendstil vielfältige Spuren hinterlassen. Prototypen des Künstlers Hokusai finden sich in dessen "Musterbüchern", er gilt als der Urvater moderner Bildgeschichten (s. Manga).
Toyokuni Utagawa
南会津郡, Japan
Japanischer Farbholzschnitt (Ukiyo-e) von ca. 1860, sign., Format mit Passepartout ca. 44 x 34 cm. Solche Farbholzschnitte begeisterten um 1900 nahezu ganz Europa, zunächst war aber Paris das Zentrum des Trends. Dies mündete in der Strömung Art Nouveau/Jugendstil.
Kosu
利根郡, Japan
Immer wieder finden sich alte Grafiken, hier aus dem Antiquariat Hammerstein (München): Holzstich von 1886 aus dem Brockhaus Konversationslexikon , Format 25 x 15,5 cm und die Doppelseite einer Farblithographie von 1880, Format 41 x 32 cm. Die "Flußschildkröte" (links oben) entspricht der Europäischen Sumpfschildkröte.
Bayern, Deutschland
Grafik, das Motiv stammt aus einem alten Buch, Nachdruck auf handgeschöpftem Papier, Format 60 x 43,5 cm, Fa. Thonhauser, St. Margarethen. Der Kopf bezieht sich auf eine Riesenschildkröte von North Albemarle Island (dies ist heute die Galapagos-Insel Isabela. Es gibt ein Gegenstück ("Suche : Thonhauser").
Bayern, Deutschland
Grafik, inspiriert von einer alten Schul-Wandtafel, das Motiv stammt aus einem alten Buch, Nachdruck auf handgeschöpften Papier, Format 60 x 43,5 cm, Firma ars vivendi Thonhauser, St. Margarethen (Österreich). es gibt eine zweite Grafik in gleicher Technik ("Suche : Thonhauser").
Bayern, Deutschland
Farbholzschnitt mit großer Minogame und sechs kleinen Schildkröten. Weitere wichtige Symbole sind Sonne, Kiefer und Kranichpaar. Der Text beinhaltet ein Gedicht. Format mit Rahmen 69 x 55 cm. Der Künstler wurde auch als politischer Karikaturist populär, war aber deshalb mehrfach im Gefängnis. Das British Museum verfügt über eine beachtliche Sammlung seiner Werke, seit 1977 gibt es für ihn ein eigenes Museum in Japan. Text und Abbildung stimmen derzeit leider nicht überein.
Kawanabe Kyosai (1831 - 1889)
Japan
Auftragsarbeit, Lithographie vom eigenen Stein (ca. 1850, der Künstler ist namentlich nicht bekannt), Format 22 x 16 cm (plus Umrandung). Diesen einzigen Abzug hat Franz Hoke (seinerzeit Leiter der Lithographie-Werkstatt im Künstlerhaus München) 2015 handwerklich meisterhaft "gezaubert". Erfinder der Technik ist Alois Senefelder (1771 - 1834). Den alten Solnhofener Lithographie-Stein hat mir Andreas Brahm (s. Chimaira / Edition, Buchhandlung und Antiquariat in Frankfurt) beschafft. Über ihn besitze ich zahllose Bücher zum Thema Schildkröten aus aller Welt.
Franz Hoke
Bayern, Deutschland
Alter Lithographie-Stein von ca. 1850, natürlich ein Unikat, Format 22 x 16 cm, ca. 9 cm dick. Es gibt nur einen Abzug von Franz Hoke ("Suche: Hoke"). Der Künstler des Motivs ist nicht bekannt. Lithographie oder Steindruck ist das älteste Flachdruckverfahren. 1793 entdeckte Alois Senefelder die Brauchbarkeit des Steinvorkommens für die Anfertigung von Lithographieplatten. Die dafür eingesetzten Plattenkalke kommen aus der Umgebung von Solnhofen, sind ca. 150 Mio Jahre alt und gehören zu den artenreichsten Fossillagerstätten der Welt (berühmtes Beispiel: der Archaeopteryx, ein urtümlicher Vogel und Brückentier zu Dinosauriern). Dieses ungewöhnliche Objekt habe ich über Andreas Brahm (Chimaira, Frankfurt) erhalten, ebenso wie zahlreiche weitere Werke. Wegen dieser Verdienste ist er in der Danksagung meines Sammlungs-Kataloges ausdrücklich genannt (wie u.a. auch Alexander Lauterwasser, "Suche : Lauterwasser").
Bayern, Deutschland
Farbxerokopie, handübermalt und signiert, num. 12/50. Der Künstler war Teilnehmer der documenta 6 und 8 (1977 und 1987). Er gilt als wesentlicher Begründer der Video- und Medienkunst. Er hat in Deutschland studiert und viele Jahre an der Düsseldorfer Akademie gelehrt (ein Wegbegleiter war Joseph Beuys). Zu den beachtlichen Ehrungen zählen z.B. der Kaiserring der Stadt Goslar und der Kyoto-Preis (Tokyo). Seit 2008 gibt es ein großes Paik-Museum in Suwon-Seoul, Südkorea. Weitere Arbeiten sind unter "Suche: Paik" zu finden.
Nam June Paik (1932 - 2006)
Bremen, Deutschland
Farblithographie aus Österreich, ca. 1870, gedruckt in der "k.k. Hof u. Staatsdruckerei", Wien, Format 27 x 35 cm. Zu sehen sind die madagaskarische Klappen-Schildkröte (heute mit Sternschildkröte bezeichnet) und die kapische Stummel-Schildkröte (endemisch in der Kap-Provinz Südafrikas). Leider ist z.Z. eine falsche Abbildung zu sehen.
Österreich
2 Holzschnitte, teilweise übermalt, edition go, mit Einband und Fingerabdruck, datiert, sign., Format je DIN A 5. Leider derzeit falsche Abbildung zu Text.
Gisela Oberbeck
Bayern, Deutschland
Aquatinta, handcoloriert, ca. 1836, Format 23 x 30 cm. Der Künstler war ein kongenialer Partner für Maximilian Prinz zu Wied-Neuwied und wurde für seine Verdienste zum Ritter der Ehrenlegion geschlagen. Weitere Lebensstationen waren Paris und die Künstlerkolonie Barbizon. Er arbeitete als Illustrator für internationale Zeitschriften und Bücher bekannter Schriftsteller. Er starb verarmt, taub und blind, aber seine bedeutenden Werke sind heute in internationalen Museen vertreten. Leider passt hier derzeit die Abbildung nicht zum Text.
Karl Bodmer (1809 -1893)
Zürich, Schweiz
Kupferstich, um 1590 und damit die älteste Originalgrafik in der Sammlung, Format mit Rähmchen 31,5 x 23 cm. Das Werk des Malers und Kupferstechers (aus Haarlem, Niederlande) ist dem Manierismus zuzuordnen. Die Arbeiten des Meisters waren auch Exportartikel und finden sich heute in vielen Museen. Das Blatt stammt wohl aus der Folge "Die fünf Sinne" und überrascht mit der lateinischen Inschrift, sinngemäß übersetzt: " Was als Anblick schadet, das berühre nicht mit den Händen, damit du nicht bald von einem schlimmeren Übel fortgerissen wirst." Es wird aber auch mit "Eheglück" bezeichnet (die Schildkröte steht für Fruchtbarkeit). Goltzius war nicht nur ein genialer Entwerfer und Kupferstecher, sondern auch ein erfolgreicher Unternehmer (siehe Albrecht Dürer). Seine Kupferstiche begeistern wegen der technischen Perfektion und den unkonventionellen Bildfindungen. Hier derzeit leider die falsche Abbildung (Bildschirmschoner meines PC).
Hendrick Goltzius (1558 - 1617)
Nordholland, Niederlande
Wolke Sieben
Aquatinta und Collage von einer Studentin der Akademie der Bildenden Künste München (Prof. Wähner, Prof. Hien), Titel "Wolke Sieben". Die Schildkröte (Collage) schwebt durch den Weltraum (Sternenhimmel auf Kupferplatte), Blattmaß ca. 55 x 39 cm, sign. (2016). Es gibt nur drei von einander abweichende Exemplare, d.h. das auf meinen Wunsch gefertigte Exemplar ist ein Unikat. Die Künstlerin ist in einer Bildhauerfamilie aufgewachsen und arbeitet inzwischen als freie Künstlerin mit den Schwerpunkten Grafik, Illustration, Objekte und Installationen. Auf ihrer website ist auch meine Arbeit zu sehen.
Sophia Sandler
Bayern, Deutschland
Kupferstich (um 1606), persönliches Ex libris des Künstlers, mit lateinischer Inschrift "SUB PARVO, SED MEO." (sinngemäß: klein aber mein), Format ca. 8 x 6 cm (mit Rähmchen ca. 17,5 x 15,5 cm). Die flämische Künstlerfamilie Sadeler spielte eine dominierende Rolle auf dem Gebiet der graphischen Künste. Die Lebensdaten für Raphael Sadeler sind nicht eindeutig, geb. ca. 1560 in Brüssel, gestorben 1628 in Venedig oder 1632 in München, mit Lebensstationen in Köln, Antwerpen, Prag und Rom. Der Künstler genießt heute noch internationales Ansehen.
Raphael Sadeler
Brüssel-Hauptstadt, Belgien