Skulpturen

Plastische Arbeiten in unterschiedlichsten Materialien — von Bronze, Stein und Keramik bis zu Holz und Kunststoff. Die räumliche Form gibt der Schildkröte eine besondere Präsenz.

306 Sammelobjekte
Sammelobjekt #05325
Skulpturen#05325

Diese vierte Arbeit ist 2005 bei einem Workshop im Atelier des Bildhauers Hermann Bigelmayr (Freihalden) entstanden, Weidenholz, Länge ca.78 cm, Höhe ca. 48 cm. Ausgangsidee war das Thema Artenschutz. Beim Bild oben sieht man einen Keil, der tief in den Panzer eindringt. Unten: die Sicht auf das Objekt zeigt zudem einen tiefen Längseinschnitt. Beide Eingriffe sollen Verletzlichkeit zeigen. Zusätzlich wird mit der rot aufgebrachten Farbe (entspricht Blut) die Bedrohung des Aussterbens vieler Schildkröten-Arten symbolisiert. Damit wurde meine Skulptur schon vor über 20 Jahren auf drastische Weise dem Artenschutz gewidmet. Die Entstehung der Skulptur ist in der Kategorie Fotos zu sehen.

Klaus Lurati

Bayern, Deutschland

Sammelobjekt #05329
Skulpturen#05329

Diese Stele (Thron) entstand 2004 beim 1-wöchigen Besuch der Sommerakademie in Neuburg/Donau unter der ausgezeichneten Leitung des Bildhauers Hermann Bigelmayr, Aufgabenstellung "benutzbare Sitzgelegenheit". Mein Ziel war - neben der dominierenden Schreibtischarbeit - etwas handwerklich zu schaffen. Schwierig erwies sich schnell die Größe der zur Verfügung gestellten Pappel (Durchmesser 33 cm, Höhe ca. 160 cm, nicht sign.) für einen völligen Anfänger. Zudem ging eine beidseitig überwachsene und damit nicht sichtbare Eisenschraube durch den ganzen Stamm, an der ein massives Drahtseil befestigt war. Die Lösung ergab sich durch den dreieckigen Ausschnitt der Schraube (damit herausnehmbar) sowie 2 zusätzlichen Schnitten mit der Kettensäge. So ergab sich eine thronähnliche Form. Erst dann war die Idee einer freistehenden Schildkröte umzusetzen. Das Werk war mit der Überschrift "Holzklotz wird zum Schildkrötenthron" in der lokalen Zeitung (Neuburger Rundschau) zu sehen und steht jetzt neben meiner Eingangstür.

Klaus Lurati

Bayern, Deutschland

Schildkröten-Baum (#06366)
Skulpturen#06366

Schildkröten-Baum

Ausschnitt der eigenen Bildhauerarbeit (Sommerakademie Neuburg/Donau). Die schöne Struktur der Rinde (Birke) und das haptische kommen dabei ganz gut zum Ausdruck. Es macht Lust, die Oberfläche zu ertasten. Der komplette Stamm ist unter "Suche : Schildkröten-Baum" zu finden.

Klaus Lurati

Bayern, Deutschland

Schildkröten-Baum (#06141)
Skulpturen#06141

Schildkröten-Baum

Diese Arbeit entstand beim 2. Besuch der Sommerakademie in Neuburg/Donau (2006) unter der sehr guten Leitung des Bildhauers Hermann Bigelmayr. Nach der vorjährigen Erfahrung entschied ich mich schnell für einen stattlichen Birkenstamm (Durchmesser ca. 30 cm), den ich in Hinblick auf eine raumsparende Aufstellung halbieren und auf die Höhe von 2,4 m zuschneiden ließ. Die natürlichen Astauswüchse nutzte ich für das Herausarbeiten von 9 Schildkröten. Dabei wurde die Rinde der Birke bewußt als Gestaltungselement eingesetzt. Das Werk steht im Treppenhaus, nahe meiner Eingangstür. Teile der Schildkröten-Motive sind in einem Ausschnitt besser zu sehen ("Suche: Schildkröten-Baum").

Klaus Lurati

Bayern, Deutschland

Sammelobjekt #05876
Skulpturen#05876

Auftragsarbeit, die Münchner Künstlerin mit Studium der Philosophie und der Politischen Wissenschaften sowie Studium der Malerei an der Kunstakademie München (Prof. Dahmen) war u.a. zu einem Arbeitsaufenthalt in Cuba und artist- in- residence sowohl in Bulgarien als auch in Rio de Janeiro. Sie arbeitet außerdem schon lange bildnerisch mit psychisch Kranken . Anregung zu dem reduzierten Schildkrötenpanzer mit 12 (zum Teil angedeuteten) Quadraten fand sie durch den angeschwemmten Fund an einem andalusischen Strand. Der hochgewölbte Panzer wurde aus Pappmaschee aufgebaut und mit selbst gesuchten, fein gesiebten Erdfarben überzogen (wie auch ihre großen "Erdflügel"), Größe 35 cm. Außerdem gehen viele meiner Exponate zur Outsider Kunst auf ihre Initiative zurück, ebenso meine Teilnahme am Projekt Coronaalphabet.de. Die erste Begegnung mit ihr  entstand durch Hermann Bigelmayr und Barbara Henning. Inzwischen sind wir schon lange befreundet.

Reinhild Gerum

Bayern, Deutschland

Sammelobjekt #08593
Skulpturen#08593

Auftragsarbeit, Skulptur aus Buchenholz, das Segel aus starkem Störleder (Fischhaut), mit seinem besonderen Signum im Boden, 2024, Länge 55 cm, Breite 50 cm, Höhe 48 cm. Die an eine Meeresschildkröte erinnernde Form des Schiffes (s. stromlinienförmig angelegte Flossen und blau eingelegte Augen aus kleinen Perlen) ist auf meinen Wunsch entstanden. Im arktischen Lebensraum seines Volkes gibt es diese Tierart nicht. Vorbild war sein größeres "Geisterboot", handgeschnitzt, das Segel aus Lachsleder genäht. Der Nanaj-Künstler lebt seit 2005  in Viechtach (Bayer. Wald). Die kleine Ethnie (ca. 12.000 Menschen) ist am Unterlauf des Amur (im Fernen Osten Russlands) beheimatet (ca. 5.000 leben in China). Eine wichtige Rolle im Weltbild spielen dort bis heute das Schamenentum sowie Vorstellungen von Naturgeistern, mit denen man sich gut zu stellen hat. Er arbeitete zunächst als Steuermann bei der Fischereiflotte bevor er ein Kunststudium an der Universität in Chabarovsk aufnahm. Thema seiner Abschlußarbeit: "Kultfiguren der Schamanen am Amur". Dies wurde überhaupt erst durch die Perestroika-Jahre möglich, anschließend versuchten russische Behörden seine Arbeiten zu behindern, was sich in den Putin-Jahren verschärfte. Deshalb kam er schließlich über Österreich nach Deutschland. Hier stellt er aber z.B. auch Kleidungsstücke und Designobjekte aus Fischleder her. Zu den wichtigsten Ausstellungen zählen Tokio, das Linden-Museum Stuttgart (2009), das Russische Ethnografische Museum in St. Petersburg (2020) und Schloss Moyland, dort unter dem Titel: "Joseph Beuys und die Schamanen" (2021). Dazu gibt es einen wunderbaren Katalog, herausgegeben von der Stiftung Museum Schloss Moyland, 343 Seiten, wobei hier die schamanischen Elemente in Beuys Werk im Vordergrund stehen. Darin vertreten sind aber u.a. auch bedeutende Werke von Anatol Donkan (in seinem Teil für mich sign.), und zwar eine ganze Reihe von "Reisenden Geistern", eine vogelartige Installation "Kori" (ca. 7 Meter groß) und ein sehr künstlerisch gestalteter "Schamanenkaftan" mit einem ungewöhnlichem Gürtel (aus Fischleder, reich verziert, mit 9 anhängenden Beutelchen, an denen wiederum 9 Metallglöckchen hängen). Außerdem sind schamanische Skulpturen aus seiner großen Sammlung abgebildet (z.B. Familiengeister, Jagdhelfer und Bären, teilweise schon ab 1850 entstanden). Seine Arbeit ist eine sehr interessante Bereicherung meiner Sammlung, die Übergabe erfolgte in Viechtach. Dort unterhält er neben seinem Atelier das "Fischledermuseum  Viechtach e.V.", mit dem Ziel "Fischleder als immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe zu etablieren". Zu sehen sind u.a. Geisterfiguren, Trommeln, Amulette und Kleidung (mit Stickornamenten aus Lachsleder), aber auch Geräte und Werkzeuge.

Anatol Donkan

Bayern, Deutschland

Sammelobjekt #05362
Skulpturen#05362

Das Alte Ägypten und eine Inschrift aus Totenbüchern "Möge RE leben und die Schildkröte sterben" hat mich zu dieser Auftragsarbeit inspiriert. Vorgabe war mein grober Entwurf eines runden Tempels mit einer Schildkröten-Kuppel. Der Künstler, mit dem ich seit vielen Jahren in gutem Kontakt bin, hat die Idee sowohl in der Form als auch in der Bemalung kongenial umgesetzt, Höhe 40 cm. Auf der Rückseite einer der Säulen hat er die Hieroglyphen-Inschrift ironisch umgekehrt ("Möge die Schildkröte leben und RE sterben"). Die Schrift ist ein wesentliches Element der altägyptischen Kultur in Religion und Jenseitsvorstellungen, aber auch im Alltag. In der Vielfalt der Hieroglyphen kommt auch die Schildkröte vor, z.B. im Tempel Ramses II. in Theben. Totenbücher auf Papyrus-Rollen waren Hilfen für die Wahrheitsfindung vor dem Totengericht und wurden z.B. dem Sarkophag beigefügt oder in die Mumie eingewickelt. Zitat: "Das Alte Ägypten ist ein Leuchtfeuer in den umnachteten Meeren der Urzeit" (Ernest Renan, französischer Historiker und Philosoph, der schon 1882 die Idee der Europäischen Gemeinschaft vorweg nahm). Unter den Keramiken ist dies eines meiner Lieblingsobjekte. Der Künstler veranstaltet jährlich in guter Atmosphäre eine große Gartenausstellung.

Gerald Kaske

Bayern, Deutschland

Sammelobjekt #05658
Skulpturen#05658

Der Schildkröten-Turm mit Deckel, auf dem ein Pferd steht, ist zugleich eine Dose, aus Ton aufgebaut und handbemalt, sign., 43 cm hoch. Der Künstler hat an der Akademie der Bildenden Künste (Keramikklasse) in München studiert und war Meisterschüler von Prof. Klaus Schultze. Er war des öfteren u.a. auf dem Diessener Töpfermarkt und in der Galerie Handwerk (deren Ausstellungs-Programm "dürfte weltweit einmalig sein") vertreten. Um beide Institutionen und das internationale Kunsthandwerk auf Messen und Sonderschauen hat sich Wolfgang Lösche auch als Forscher und Vermittler sehr verdient gemacht. Der Galerie Handwerk und deren engagierten Mitarbeiterinnen verdanke ich im Lauf der Jahre eine Reihe spannender Objekte. Unter "Suche : Kaske" sind weitere 17 Arbeiten zu finden.

Gerald Kaske

Bayern, Deutschland

"Scheibenwelt - Schildkröte" (#09018)
Skulpturen#09018

"Scheibenwelt - Schildkröte"

Auftragsarbeit, geschaffen aus Packpapier, Karton, Geschenkpapier (und Heißkleber), sign., Format 38 x 29,5 x 20 cm. Der Titel bezieht sich auf die uralte Überlieferung aus Indien, zur Entstehung der Welt: auf dem Panzer einer mächtigen Schildkröte stehen vier Elefanten und tragen die Erde in Form einer flachen Scheibe (hier dargestellt als Collage aus handbemalten Papierstücken, die aus einem alten Atlas stammen, Teile davon wurden wiederum abgeschabt). Im Boden ihre interpretierende Inschrift: "Die Weltenelefanten sind müde ... Oder: Warum die Weltlage in Schieflage geraten ist". Die freiberufliche Künstlerin hat mit ihren Arbeiten meine Aufmerksamkeit bei einer Ausstellung in München (2025) sofort geweckt. "Sie hat schon immer gemalt, gezeichnet und modelliert" und u.a. ein Bauingenieurstudium (Dipl.Ing.), ein Studium der Europäischen Ethnologie, Interkulturellen Kommunikation, Arbeits- und Organisationspsychologie (M.A.), eine Ausbildung zur Kunsttherapeutin sowie eine 2-jährige Bildhauerausbildung absolviert. Außerdem ist sie Gründungsmitglied der Bildhauer-Gruppe "Kunstverhau". Unter Instagram: "himmelbuntundkunterblau" ist auch meine Arbeit zu finden, unterlegt mit dem Lied der schwedischen Diva Zarah Leander (1907 - 1981) "Davon geht die Welt nicht unter ...". Die Übergabe erfolgte bei mir zu Hause. Ergänzende Informationen zum Motiv: Die Geschichte der Weltentwicklung wird nach der indischen Mythologie (ca. 5. Jhd. vor Chr.) dargestellt durch Gott Vishnu, in Gestalt (Inkarnation) einer großen Schildkröte. Auf seinem Schild stehen 4 Elefanten, die die Erde tragen. In einer alten Zeichnung ist das Motiv zusätzlich von einer riesigen Schlange umgeben. Hochinteressant dazu sind die von Alexander Lauterwasser zusammengetragenen Texte in seinem Werk "Das Geheimnis der Schildkröte" (Seite 92 - 99). Über Jahrhunderte gibt es ähnliche und wechselnde Überlieferungen. Auch die alten Chinesen kennen eine Weltenschildkröte, genannt Ao, die auf ihrem Rücken das Festland trägt. Populär ist heutzutage der englische Schriftsteller Terry Pratchett durch 41 Scheibenwelt-Romane, mit dem Ausgangspunkt einer Schildkröte namens "Great A´Tuin" und spannenden  I l l u s t r a t i  o n e n ("Suche : Kidby und Higgins").

Rica Zimmermann

Bayern, Deutschland

Sammelobjekt #09077
Skulpturen#09077

Das ergänzende Bild zur Arbeit von Anatol Donkan zeigt nicht nur die in seiner Heimat übliche Takelage von Schiffen, sondern auch dazugehörige und wichtige Kultgegenstände der Schamanen. In der Praxis konnte das Segel vom Mast abgenommen und dann als Sommerzelt oder zum Schutz gegen den Wind verwendet werden. Der eigenwillige Künstler hat durch unermüdliches Sammeln aller Informationen, wie z.B. zu Sehern, Heilern, Schutz- und Hilfsgeistern, einen maßgeblichen Beitrag zum Schamanentum der Nanaj geleistet. Ihre Sprache wird von immer weniger Menschen gesprochen und ist in ihrem Fortbestand bedroht. Ein Teil der Informationen stammt aus dem Bildband "Sprechende Objekte" (Ethnographica und ihre Erzählungen), Herausgeber Erich Kasten, Verlag der Kulturstiftung Sibirien, 2025, mit 223 Seiten (79 €). Der Katalog ist Ergebnis zu insgesamt 11 Ethnien. Der umfangreiche Text und die Fotos zu den Nanaj stammen von A. Donkan. Unter Stalin wurde angestrebt, das sibirische Schamanentum  auszurotten, es konnte aber nur in den Untergrund verdrängt werden. Ähnlich wie für viele Ethnien versuchte auch Joseph Beuys "Erklärungen für Unerklärliches" zu finden. Von Beuys gibt es zumindest eine sign. Grafik mit Schildkrötenmotiv (Titel: FIU Turtle / Schildkröte, mixed media, Auflage 25), aber vom Motiv her nicht überzeugend und außerdem zu teuer.

Anatol Donkan

Bayern, Deutschland

The Ocean of Milk (#07591)
Skulpturen#07591

The Ocean of Milk

Ausgezeichnete Auftragsarbeit (Unikat), Titel "The Ocean of Milk", Porzellan, Größe 19,2 x 15 x 5 cm, anstelle der Signatur gibt es ein gut gestaltetes Zertifikat. Der Titel ist eine Anspielung auf Indiens Mythologie (Vishnu/Kurma/Weltenberg Meru, hinduistischer Schöpfungsmythos vom "Quirlen des Milchozeans"). Die Künstlerin ist in Polen geboren, studierte an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (dort lebt sie auch) und ist in vielen Ausstellungen sowie einer Reihe namhafter Institutionen und Privatsammlungen in Europa vertreten. Ihr Atelier gleicht einer Kunstkammer. Der vielseitige Mäzen, Kunstsammler, Trendscout und Kurator Rik Reinking (s. auch woodsartinstitute.com) schreibt im Vorwort zu ihrem schönen Katalog "Equilibirium" unter der Überschrift "Die Magie der Dinge" (stark verkürzt) : " Wunderkammern entstanden während der Spätrenaissance und des Barocks und waren ein wichtiger Schritt in der Entwicklung hin zum modernen Museum ... Die Werke erwecken diese Tradition zu neuem Leben ... " . Daneben finden sich bei dem Journalisten Dr. Jan Zier bemerkenswerte Artikel zu Ihren Arbeiten. So spürte ich schnell, dass sie meine Intention gekonnt umsetzen würde, zumal sie sich u.a. mit dem Thema Artenschutz auseinander setzt.

Magda Krawcewicz

Deutschland

Sammelobjekt #05507
Skulpturen#05507

Auftragsarbeit; durch die Empfehlung meines Freundes Hermann Bigelmayr und durch diverse Ausstellungen war ich von den phantasievollen Skulpturen des Künstlers beeindruckt. Er hat eine Ausbildung zum Kirchenmaler gemacht (der barocke Einfluß ist oft sichtbar) und an der Kunstakademie München studiert (Meisterschüler bei Prof. Günther Fruhtrunk). Er beschäftigt sich auch intensiv mit Philosophie. Zuweilen ist ein Bezug zu Mel Ramos wahrnehmbar. Seine Figuren werden zunächst zeichnerisch entwickelt, mit kaolinhaltiger Porzellanerde modelliert (aber nicht gebrannt), mit feinem Schleifpapier bearbeitet und mit Aquarellfarben einfühlsam bemalt, Größe 34 cm. Dieses Motiv gibt es auch als interessantes Ausstellungs-Plakat. Die von mir versehentlich verursachte Beschädigung des Objekts hat er 2020 äußerst sorgfältig restauriert. Der Widmung in seinem schönen Katalog ist eine locker skizzierte Schildkröte beigefügt und auf seiner Startseite im Internet ist eine große Schildkröte zu sehen. Übrigens studierten insgesamt 4 Künstler aus meiner Sammlung bei Prof. Fruhtrunk (der 2023 zum 100. Geburtstag von bedeutenden Museen in München und Bonn gewürdigt wurde).

Bernhard Stöger

Bayern, Deutschland

Sammelobjekt #05543
Skulpturen#05543

So wird die große Arbeit (Minogame) von Annette Braune präsentiert. Sie hängt im Wohnzimmer zwischen zwei alten japanischen Grafiken, links die Skulptur von Bernhard Stöger.

Annette Braune

Bayern, Deutschland

Sammelobjekt #05773
Skulpturen#05773

Zwei dicke Acrylglas-Scheiben mit einer eingravierten Schildkröte, dazwischen ein Hohlraum, der mit einer türkisfarbenen Flüssigkeit gefüllt ist. Die Abstandshalter (ebenfalls Acryl) ermöglichen einen deutlichen Schattenwurf (rechts). Genau dies war dem Künstler aus Südkorea, der zu dieser Zeit noch an der Kunstakademie München studierte (Dipl. 2003, Prof. James Reineking), sehr wichtig, Größe 40 x 30 cm, Tiefe ca. 12 cm. Siehe auch seine beiden Keramikobjekte und das Turtle ship ("Suche : Duk Su Yun" ). Seit 2011 mit Atelier in Cheongju, regelmäßige Einzelausstellungen in Südkorea, aber auch Gruppen-ausstellungen u.a. in Japan und China.

Duk Su Yun

Südkorea

"Kind auf Schildkröte" (#06152)
Skulpturen#06152

"Kind auf Schildkröte"

Porzellan-Figur eines anmutigen Mädchens aus den "Schwarzenburger Werkstätten" (inseitig eingeprägt), 1948, von Dorothea von Philipsborn (1894 - 1971), sign. D v P , zeitbedingt in sehr kleiner Auflage und damit inzwischen eine absolute Rarität, Breite 42 cm, Höhe 43 cm (einschließlich dem 8-eckigen Sockel). Frauen durften vor dem 1. Weltkrieg nicht an den Kunstakademien studieren. Laut eigenem Bericht wurde sie bereits als 14-jährige bei dem erfolgreichen Bildhauer Paul Schulz unterrichtet und studierte später an den Kunstakademien in Breslau und Dresden. Zu Beginn der 1920er Jahre richtete sie ihr Atelier im elterlichen Gut ein und hatte diverse Aufträge, z.B. für heroische Kriegerdenkmäler. Ab den 1930er Jahren war sie mehrfach bei der "Großen Deutschen Kunstausstellung" in München vertreten. Nach der Flucht von Gut Strehlitz (Schlesien) lebte sie ab 1946 in Weißwasser (Sachsen). Dort erhielt sie nachträglich ein Ehrengrab. Freikünstlerisch widmete sie sich Aktdarstellungen von Kinder und jungen Frauen, mit der Hoffnung beispielsweise Aufträge von Porzellanfirmen zu erhalten. Dies erfüllte sich u.a. mit meiner Skulptur. Neben vielen Kleinplastiken schuf sie auch Brunnen und lebensgroße Skulpturen für den öffentlichen Raum. Sie gilt als eine der prägenden Künstlerinnen ihrer Zeit, mit einer Reihe von Ausstellungen, sogar in China und im Irak. Zur Sammlung gehören außerdem ein kleiner Katalog und neuerdings ein eindrucksvoller Katalog "Zwischen Tradition und Moderne" des Brandenburgischen Landesmuseums für Moderne Kunst (Cottbus), 116 Seiten, in deutscher und polnischer Sprache. 2025 fragte eine Berliner Galerie (die mein Objekt im Virtuellen Museum gefunden hatte) an, ob ich bereit sei, das ausgefallene Stück für eine gezielte Ausstellung auszuleihen. Dies lehnte ich jedoch ab, da im Fall z.B. einer Transport-Beschädigung allein der ideelle Wert unersetzbar wäre, da hilft auch keine Versicherung. Sie ist übrigens in der Sammlung von Karl Knauf vertreten, deren Schwerpunkt auf Skulpturen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts liegt. Querverbindung unter " Suche : Knauf ".

Dorothea von Philippsborn (1894 -1971))

Sachsen, Deutschland

"Tartaruga" (#07499)
Skulpturen#07499

"Tartaruga"

In ihrem Atelier entdeckte Bildhauerarbeit, Unikat, aus transparent wirkendem Onyx, Titel "Tartaruga", sign., Größe 20,5 x 2 cm. Die Künstlerin absolvierte die Kunstakademie München (Meisterschülerin bei Prof. Leo Kornbrust), seit 1990 freischaffend, zahlreiche Auslandsaufenthalte / Stipendien / Symposien / Performances (mit dem Klangkünstler Randolf Pirkmayer), Seerosenpreisträgerin 2019 (Teilnahme an der Laudatio von Prof. Kühne). Es gibt verwandte Arbeiten mit sehr interessanten Strukturen, Inspirationsquelle sind die Wunderwerke der Natur, selbst Haut-, Schlangen- oder Schuppenmuster. Sie beschäftigt sich auch intensiv mit dem Klang von Steinen (z.B. Atelierkonzert "saxa loquuntur" / die Steine sprechen). Schon ihr Vater studierte an der Kunstakademie (München) Bildhauerei. Auch auf sie wurde ich durch Hermann Bigelmayr aufmerksam. Es gibt zwei schöne Kataloge (u.a. mit Abbildungen ihrer Arbeiten zur Tartaruga, sign., samt Widmung "... in besonderer Freude und Spannung auf Ihr Schildkrott-Museum" (2019, da steckte das "virtuelle schildkröten museum" noch in den Kinderschuhen).

Maria Rucker

Bayern, Deutschland

"Schildkrötendame Tortoise" (#07087)
Skulpturen#07087

"Schildkrötendame Tortoise"

Auftragsarbeit, Oberseite (Ausschnitt) des schon beschriebenen Objekts mit dem Titel "Schildkrötendame Tortoise", der Stein (Gourami) enthält auch interessante Eisenspuren.

Ragna Zeit-Wolfrum

Bayern, Deutschland

"Schildkrötendame Tortoise" (#07088)
Skulpturen#07088

"Schildkrötendame Tortoise"

Auftragsarbeit (inspiriert von der Skulptur "Bienenkönigin"), Titel "Schildkrötendame Tortoise", in den Kopf sind seitlich und oben je eine Schildkröte eingearbeitet, siehe auch Folgebild, der Stein (Gourami) kommt aus Brasilien, sign., Höhe 38 cm (mit Eisensockel). Die Künstlerin (mit Studium der Volkswirtschaft) hat seit 1980 regelmäßig Studienaufenthalte und workshops an Kunstakademien ( mit den Schwerpunkten Malerei, Farbradierung und Bildhauerei) absolviert.

Ragna Zeit-Wolfrum

Bayern, Deutschland

"Esmiralda" (#06837)
Skulpturen#06837

"Esmiralda"

Auftragsarbeit, Titel "Esmiralda", aus unterschiedlichsten Teilen (wie z.B. Eisenplatten, Schaufel, Heizspirale, Schrauben) zusammengeschweißt, die Beine aus Krampen beweglich eingesetzt, sign., Größe 55 cm. Der freischaffende Künstler ist hauptberuflich Ofenbaumeister, mit Sitz in Leinsweiler (Weindorf in Rheinland-Pfalz). Dort lebte u.a. der bekannte Impressionist Max Slevogt, nach dem auch eine Straße benannt ist.

Markus Petermann

Rheinland-Pfalz, Deutschland

"Tanzende Schildkröte" (#06713)
Skulpturen#06713

"Tanzende Schildkröte"

"Tanzende Schildkröte" auf einem Eisenstab, mit beweglichen Gliedmaßen, handbemalt, Höhe 148 cm. Die Künstlerin (mit Studium der Kunsterziehung) lebt in Manching und hat sich u.a. dem Objektbau und Kunstprojekten mit Kindern und Erwachsenen gewidmet.

Andrea Ludwig

Bayern, Deutschland

Sammelobjekt #06106
Skulpturen#06106

Guss aus einer Legierung von Zinn, Zink und Blei, Belgien um 1900, Höhe 44 cm. Ein fast nackter Putto mit kleinen Flügeln hält ein Füllhorn, in dem eine große, mit Blüten bemalte Vase (Porzellan) steckt. Das Objekt ist eher ein Schau- als ein Gebrauchsgegenstand, aber als Vase nutzbar.

Brüssel-Hauptstadt, Belgien

Sammelobjekt #06066
Skulpturen#06066

Massiver Bronzeguss aus Tibet, teilweise patiniert bzw. poliert, Schildkröte mit Drachenkopf (Bixi), auf dem Panzer das YIN- und Yang-Zeichen, umrahmt von 16 Münzen (Symbol für Reichtum), Größe 24 cm. Die Zeichen symbolisieren entgegengesetzte Kräfte, die sich ergänzen. "YIN" charakterisiert das Weibliche, "YANG" steht für das Männliche. Diese Zeichen finden sich schon auf Orakelknochen, lange vor unserer Zeitrechnung.

Tibet, China

Sammelobjekt #06062
Skulpturen#06062

Eine dynamische Darstellung aus Tibet, Bronzeguss, Panzer und Bauchseite in der alten Cloisonné-Technik. Dabei bilden aufgelötete Kupferstege Zellen, in die flüssige Emailfarbe gegossen wird. Die Unterseite ist mit roten Blüten, Ornamenten und dem Yin-/Yang-Zeichen verziert. Größe 28 cm.

Tibet, China

Sammelobjekt #05830
Skulpturen#05830

Steingut, glasiert, Größe 8 cm. Als Schüler erhielt ich diese Schildkröte als ein Mitbringsel meines Vaters aus Bad Reichenhall. Sie stellt für mich deshalb eine wichtige Erinnerung dar und gehörte zwar erst deutlich später zu meiner Sammlung, ist aber genau genommen das erste Objekt überhaupt. (Leider handelt es sich derzeit um die falsche Abbildung).

Bayern, Deutschland