Malerei
In verschiedenen Maltechniken angefertigte Kunstwerke, die eine oder mehrere Schildkröten zeigen.
112 SammelobjekteTranquilla Trampeltreu
Das Buch erschien 1982 im Thienemann Verlag Stuttgart/Wien (53 Seiten), Text von Michael Ende (1929 - 1995), der u.a. durch "Momo" oder "Die unendliche Geschichte" berühmt geworden ist. Zusätzlich witzig, dass hier alle Tiere phantasievolle Namen haben, z.B. die Spinne "Fatima Fadenkreuz" oder eben die Schildkröte "Tranquilla Trampeltreu". Die durchgehend liebevolle Illustration stammt von Manfred Schlüter (das Titelbild findet sich ziemlich ähnlich auf der entsprechenden CD). Der Künstler lebte zu dieser Zeit mit Frau, drei Kindern und einer Katze in einem kleinen Dorf an der Nordsee. Er wollte am liebsten nur malen, "jedoch kam immer etwas dazwischen: die Lehre in einer Druckerei, die Ausbildung zum Gebrauchsgrafiker, aber manchmal auch ein Bild, nur so nebenbei und nur für sich". Der dritte im Bund ist der Komponist Wilfried Hiller (geb. 1941 in Weißenhorn/Schwaben), Musikstudium in Augsburg und München, mit starken Impulsen von Günther Bialas und Carl Orff. Alle Kinderstücke entstanden für seinen Sohn Carl Amadeus. Er hat das Buch für mich signiert. Es enthält alle Noten zu kleinen "Schildkröten-Märschen" (Marsch 1 - 5 "sehr langsam und beharrlich, Schritt für Schritt", teils plus Text), eine "Spinnen-Tarantella" ("schnell und krabelig"), einen "Schnecken-Blues" ("unendlich langsam"), eine "Eidechsen-Sarabande" ("arrogant und verschlafen") und einen sechsseitigen "Schildkröten-Boogie".
Manfred Schlüter
Bayern, Deutschland
Dieses Aquarell der 16-jährigen Schülerin ist mit beachtlicher Konsequenz durchgestaltet, ein Geschenk zu meinem 50. Geburtstag und zugleich mein Lieblingswerk von Tabea, Format mit Rahmen 30 x 40 cm.
Tabea
Niedersachsen, Deutschland
Eines der kleinsten "Gemälde" auf Holz, Brandmalerei, Größe 5 x 5 cm, Motiv: eine einsam wandernde Schildkröte, über ihr nur 3 Vögel und eine strahlende Sonne - schlicht und dennoch eindrücklich.
Bayern, Deutschland

Eisbachsurfer
Auftragsarbeit, Titel: "Eisbachsurfer", Aquarell/Fineliner, sign. Blondi (die Künstlerin firmiert clever unter: blondiart.com), Format 21 x 30 cm. Die Welle erinnert an den berühmten Holzschnitt von Katsushika Hokusai (1780 - 1849), Titel "Unter der Welle im Meer vor Kanagawa" (Original in der Bayer. Staatsbibliothek München). Zum optischen Vergleich ein Waschbecken-Stöpsel ("Suche: keep cool") oder eine Zeichnung ("Suche : Til Mette"). In einer mail schreibt sie mir u.a. "Meine Kunst live bei Dir zu sehen, ist ehrlich gesagt die größte Ehre". Jedes Jahr wird von Künstlern des Schwabinger Weihnachtsmarkts eine Glühweintasse entworfen, 2025 von ihr (Motiv sind elf fröhliche Tiere und einige weihnachtliche Symbole), sie stellt dort außerdem im Kunstzelt aus.
Claudia Steinbrich
Bayern, Deutschland
Auftragsarbeit (Ausschnitt), Graffiti von LOOMIT (= Mathias Köhler), 2006 in 3 Stunden mit 2-Komponenten-Spray an die Decke meines Bades gesprüht, Größe ca. 3,2 qm, sign. Der recht kleine Entwurf hatte mich sofort überzeugt. Der Künstler lebte sehr früh seine Lust aus "Kreatives mit Verbotenem zu verbinden". Seit einem Gerichtsverfahren (1984) verwendet er das Pseudonym Loomit. Er ging u. a. in die USA und lernte in New York das Tätowieren. Er gilt in Deutschland als Pionier der Street Art und ist schon lange in der internationalen Szene tätig. Natürlich ist er auch in München mit etlichen Arbeiten gut vertreten, darunter ein 23 Meter hohes Graffiti, gewidmet dem Widerstandskämpfer Georg Elser (zusammen mit WON ABC, dies entspricht seiner sehr kooperativen Arbeitsweise). Außerdem erhielt er den Schwabinger Kunstpreis aus der Hand von Oberbürgermeister C. Ude. Zudem gibt es eine ausführliche Film-Dokumentation "Lebenslinien - Loomit der Sprayer" als BR mitschnitt-Service auf DVD. In der Badewanne träume ich zuweilen vom tauchen oder denke an Picasso: "Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele".
Künstlername Loomit
Bayern, Deutschland
Die Hutmacherin
"Die Hutmacherin", Gemälde von Jutta Duschl, Salzburg, Acryl und Ölfarbe, Leinwand auf verkeiltem Holzrahmen, 50 x20 cm. Die Künstlerin hat sich von Renaissance-Bildern inspirieren lassen. Es gibt ein Gegenstück, bei dem eine Eidechse auf dem Handrücken eines Mannes sitzt. Als ich ihr von der Symbolik Schildkröte/Eidechse (siehe Nabelschnurbeutel) bei den Indianern Nordamerikas erzählte, bot sie von sich aus an, nachträglich eine offene Hand, in der eine Schildkröte sitzt, einzufügen. Das ist ihr hervorragend gelungen.
Jutta Duschl
Salzburg, Österreich
Auftragsarbeit an die schwedische Künstlerin, anläßlich ihrer Ausstellung in der Orangerie, München. Sie studierte u.a. bei Prof. Fritz Winter in Kassel, kommt aber hier an die gezeigten Vogelbilder und großformatigen Textilarbeiten nicht heran, sign. "Für die Sammlung" Ell.A. 2019, Format 30 x 20 cm.
Ellen Almenberg
Hessen, Deutschland
Caretta caretta
Orginalgemälde, Öl, farbig gut differenziert, auf Holzrahmen, Titel "Caretta caretta", sign., Größe 60 x 40 cm. Es gibt noch einen schönen Katalog mit Widmung. Die Dipl. Designerin lebt teilweise auf Fuerteventura, wo das Bild auch entstanden ist. Weitere Schwerpunkte sind Objektkunst und Installation. Diese Art wird bei uns als "Unechte Karettschildkröte" bezeichnet, im englischen Sprachgebrauch als "Loggerhead Turtle" (wegen des großen, blockartigen Kopfes). In Juno Beach, Florida, gibt es ein "Loggerhead Marinelife Center", u.a. mit lebenden Meeresschildkröten.
Verena Friedrich
Bayern, Deutschland
Auftragsarbeit, Fliese, Fayence-Technik, handgemaltes Unikat, sign., Größe 15 x 15 cm. Die Künstlerin liebt mythologische und sinnliche Themen, Motive sind z.B. die Göttin Venus oder Europa auf dem Stier. Auch die phantasievolle Meeresschildkröte gefällt. Es gibt außerdem einen guten Katalog und in der Sammlung weitere interessante Arbeiten von ihr ( "Suche : Hilpert-Artes" ).
Sigrid Hilpert-Artes
Sachsen, Deutschland
Auftragsarbeit aus dem Jahr 2000, Illusionsmalerei (Fresko), nach dem Foto eines allegorischen Gemäldes von Giorgio Vasari (1511 -1574, "Suche : Vasari") im Palazzo Vecchio (Florenz), davon ein kleiner Ausschnitt, auf dem z.B. das Segel fehlt (Schildkröte und Segel sind die von Herzog Cosimo beanspruchten Symbole für seine Flotte, " Suche : Festina Lente "). Die hier gezeigte Fresko-Technik: Estrich mit Gipsauflage, handbemalt mit Acryl- und Plakafarben, überarbeitet mit Schmirgelpapier, Größe 22 x 16 cm.
Oberdörfer & Nitsch
Bayern, Deutschland
Ein besonderes Geschenk: die Enkelkinder Emmi, Hannes, Janna und Sophia haben sich alle Mühe gegeben, ihre Hände für mich zu bemalen. Das geht auf dem eigenen Handrücken natürlich ziemlich schwer. Die guten Fotos einschließlich der Zusammenstellung und der Idee zur Übertragung auf eine Metallplatte (Größe 20 x 20 cm) sind von Tabea.
Bayern, Deutschland
Auftragsarbeit (Ausschnitt), Tusche und Aquarell, sign., Format 29 x 23 cm. In diesem Werk sind insgesamt 2 Schildkröten versteckt. Ihre kreativen Arbeiten werden schon lange von mir geschätzt. "Träumer, Faulenzer, Lebenskünstler und gut gelaunte Tiere bevölkern viele ihrer Bilder" (sowie ihr Geschenkpapier). Die Künstlerin ist regelmäßig auf dem Schwabinger Weihnachtsmarkt vertreten.
Tine Neubert
Bayern, Deutschland
Alle Karten sind handgemalte Unikate, Tusche und Aquarell, sign., Format DIN A 6. Die drei Motive von Tine Neubert machen gute Laune. Die 4. Karte ist eine kleine Auftragsarbeit (ebenfalls handgezeichnet), entstanden während des Design-Marktes auf der Praterinsel.
D.N. Mai
Bayern, Deutschland
Kleines Rollbild aus Thailand, Aquarell mit Goldfarbe auf Seidenpapier, zwischen 2 Holzstäben mit gedrechseltem Abschluß, Souvenir aus Chiang Mai, Format 20 x 39 cm.
Thailand
Diese beiden klassischen Rollbilder (Japan, Showa-Zeit, ab 1926) mit den Glückssymbolen Minogame bei Sonnenaufgang bzw. Kranichen und dem orginalen Holzkasten gehören zusammen, Tuschemalerei, mit Seidenmontierung eingefasst, Signatur und Siegel, Größe je 206 x 30 cm. Die lackierten Holzstäbe an der Unterseite stehen über, um Porzellan-Gewichte zur Straffung anzuhängen. Rollbilder erfreuen sich großer Beliebtheit, weil sie sich leicht wechseln (z.B. entsprechend der Jahreszeit) und platzsparend verstauen lassen. Übrigens: der Nationalvogel mit dem roten Fleck auf dem Kopf war nahezu ausgestorben, jetzt gibt es wieder ca. 800 Paare.
Unkei
Japan
Rollbild (Kakejiku), Japan, Motiv: Minogame, Malerei mit Tusche auf besonderem Papier, orginale Montierung (Hyoso) mit Seidenbrokat und schwarz lackierten Holzstäben, die zum aufrollen dienen. An deren Knauf werden Porzellan-Gewichte gehängt (Abbildung unter "Suche : Porzellan-Gewichte"), um das Rollbild zu straffen, sign. und gesiegelt, um 1900, Maße 205 x 32 cm.
Watanabe Shoei (1873 - ?)
Japan
Aquarell auf Seide, roter Künstlerstempel, der altjapanische Text daneben ist ein Haiku (eine kurze jap. Gedichtform) und kann leider nicht entziffert werden, Format mit Rahmen 57 x 46 cm. Der Maler und Karikaturist, geboren in Koga, Sohn eines Samurai, führte ein sehr bemerkenswertes Leben.
Kawanabe Kyosai (1831 - 1889)
Japan
Teezeit
Original-Serigraphie auf Schnittmuster, Titel "Teezeit", von 1995, e.a., sign., Format gerahmt 71 x 101 cm. Das Motiv zeigt u.a. das Balancespiel von zwei Schildkröten auf einer Wippe. Die Folgeseite zeigt ein Doppelbild, zwei Aquarelle (rechts zusätzlich mit Bleistift), auf Pergamentpapier, sign., Format mit Rahmen 54 x 39 cm. Die Füße der Schildkröten läßt er meist bewußt weg, um den Eindruck der Langsamkeit zu verstärken. Der Künstler hat Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und Wien studiert und internationale Erfahrungen in Übersee gesammelt. Von 1990 bis 1995 befanden sich Wohnsitz und Atelier in Antwerpen. Er ist Träger namhafter Auszeichnungen (z.B. Villa-Romana-Preis / Florenz, Erich-Heckel-Preis und Lovis-Corinth-Preis). Außerdem hatte er Gastprofessuren an der Kunstakademie in Bremen und Stuttgart. Die Ausstellungen lassen sich nicht mehr zählen. Seine Werke befinden sich in zahlreichen öffentlichen Sammlungen. Das Schildkrötenmotiv taucht bei ihm übrigens häufiger auf, auch in sehr großformatigen Arbeiten. Dazu passt sein Zitat: "Die Schildkröte bewegt sich langsam, sie hat die Langsamkeit des Teetrinkens ... Ihre Langsamkeit, ihr Zeitmaß aber sind das eigentliche Geheimnis ihres Erfolges".
Andreas Grunert
Baden-Württemberg, Deutschland
Das Bild entstand unter Zeitdruck im Rahmen der Ausstellung "Hanji Papierkunst aus Südkorea" (Museum Fünf Kontinente, 2024, mit kleinem Katalog), Aquarellfarben auf originalem Hanjipapier (aus der Borke des Maulbeerbaums), sign., Format 30 x 21 cm. Die anderen Teilnehmer haben lediglich eine Vorlage ausgemalt.
Klaus Lurati
Bayern, Deutschland
Zwischen September und Oktober
Das Buch und die Drucke sind zu einer kleinen Collage zusammengestellt. Links: Vorlage ist das Original von Andreas Grunert (ohne Titel, Acryl auf Leinwand, 2007, Format 150 x 90 cm). Mittig: Nachdem die Dichterin Arbeiten des Künstlers kennen lernte, machte sie den Vorschlag zu einem Text- Bild-Projekt, "ein Zwie-Gespräch und Zwie-Gebild", im Dialog entstanden in den Jahren 1998 /1999 und dann mehrfach gemeinsam ausgestellt (u.a. im Kunsthistorischen Museum Wien, 2002, mit eigenem Katalog "1 Nervensommer", Zitat dort: "Wie in einem Fieber arbeitete ich, um diese Wunder bildender Kunst in Sprache zu übertragen"). Das Werk umfasst 13 Texte von Mayröcker und 25 Leinwandbilder von Grunert. Das neue, hier vorgestellte Buch erschien 2024 im MaroVerlag, Augsburg (erstmals ergänzt um 13 Radierungen, gemeinsam gestaltet mit seinem Sohn Simon). Kleiner Zusatz zur Dichterin: sie gehörte mit über 80 Büchern zu den wichtigsten deutschsprachigen Autorinnen ihrer Generation und erhielt zahlreiche bedeutende Literaturpreise. Die Arbeiten des Malers und Zeichners werden seit den 1970er Jahren vielfach in Ausstellungen und Publikationen international präsentiert. Rechts: Einladungskarte zur Art Frankfurt, Titel "Zwischen September und Oktober", 1989, Format 200 x 140 cm, sowie eine kleine Zeichnung von 1993. Weitere Arbeiten unter "Suche : Grunert".
Friederike Mayröcker (1924 - 2021) und Andreas Grunert
Bayern, Deutschland

How does time taste?
Unikat, Aquarell und Fineliner, bezeichnender Titel "How does time taste?", Format 27 x 33 cm (mit Rahmen). In der originellen Darstellung versucht eine Schildkröte symbolisch, die Uhrzeiger des Weckers zu fressen. Die junge Künstlerin hat Geografie studiert, lebt in München und war zu einem Austauschjahr in Ecuador (mit Galapagos). Nach eigener Aussage hat sie schon gemalt, bevor sie sprechen konnte (weitere Informationen s. vogelwerke.com). In der Sammlung findet sich außerdem das von ihr eigenwillig illustrierte Kinderbuch, Titel "Siesta", zweisprachig (deutsch und spanisch), 64 Seiten.
Katharina Mayer
Bayern, Deutschland
Schildkrott
Auftragsarbeit, malerische Textilkunst, in vielen Arbeitsschritten, mit haptischer Qualität, Titel "Schildkrott". Aus diversen Materialien wie Baumwolle, Stofffragmente und Organzaseide, Applikationen maschinell übernäht (Ober- und Unterfaden), sign., Format 25 x 18 cm. Dazu ihr Zitat: "Es begegnen sich experimentelle Herangehensweisen und handwerkliche Techniken". Sie stellt selbst regelmäßig aus und beteiligt sich an Ausstellungen wie z.B. in der Galerie Handwerk (München), der Akademie für Politische Bildung (Tutzing) oder der GEDOK München e.V. (die GEDOK ist die größte interdisziplinäre Künstlerinnenorganisation in Deutschland). Interessant sind auch der Werdegang von der Ausbildung in einer Paramentenwerkstatt, Webschule, Malerei, Meisterschule, Modedesign-Praktikum und Lehrtätigkeiten. Seit 1990 ist sie freischaffende Künstlerin.
Eva Raiser-Johanson
Bayern, Deutschland
Lebensweisheit
Das Gemälde (Acryl) mit dem Titel "Lebensweisheit" war bei einer Ausstellung zu sehen. Es ist das Lieblingsbild der autoditaktischen Künstlerin (Malerei ist ihr zweites Standbein, Schwerpunkt sind u.a. Krafttiere) und deshalb nicht verkäuflich. Da ich aber recht interessiert war, hat sie extra für mich einen guten Kunstdruck (selbst die Struktur der Leinwand ist wahrnehmbar) veranlasst und signiert, Format 60 x 80 cm. Die sehr differenzierten Farben des Panzers stehen laut ihrer Aussage "für die unterschiedlichsten Lebenserfahrungen, das Motiv ist zugleich Symbol für Weisheit, Geduld und langsamen, aber stetigen Fortschritt. Das Bild kam beim "schamanischen reisen zu ihr und wollte gemalt werden" (mein Verweis: Katalog des Museum Schloß Moyland "Joseph Beuys und die Schamanen", u.a. mit dem Künstler Anatol Donkan / Ethnie der Nanai). Sie ist ursprünglich Dipl.Betriebswirtin, inzwischen mit eigener Praxis für Physiotherapie und Coaching in Königstein/Taunus). Zusätzlich stellte sie mir ihren sechsseitigen Text "Lucy und der Rhythmus des Lebens" zur Verfügung, in dem eine große Schildkröte eine wichtige Rolle spielt.
Mareike Schuster
Bayern, Deutschland
Schildkröte auf Erdball, verdünnte Tinte, Bleistift und Filzstifte, Format 44 x 36 cm. Mit dem Künstler aus der Türkei war ich seit 1971 befreundet. Die Arbeit entstand 1974 bei seinem 1-wöchigen Besuch bei mir, mit den wenigen Utensilien, die er bei meiner arbeitsbedingten Abwesenheit auf meinem Schreibtisch vorfand. Auf seinen Wunsch habe ich von mir bereiste Ländernamen in den Panzer eingefügt. Schildkröten kommen bekanntlich auf alle Kontinenten und damit in sehr vielen Kulturen vor. Aber in seiner Darstellung trägt die Schildkröte nicht wie gewohnt die Weltkugel, sondern "thront" auf ihr. Er unterrichtete am Atatürk Educational Institute (Istanbul) und hatte viele Ausstellungserfolge. Geschenke sind 2 weitere Bilder und ein Stilleben von seiner Frau Bedia, jedoch ohne Schildkrötenmotiv. Ein großes Ölgemälde (sign. 1975) zeigt den Blick von ihrem Sommerhaus in Kilyos (ich war dort Gast) auf die weite Bucht am Schwarzen Meer.
Selahattin Taran (1918 - 1986)
Türkei