Kultgegenstände

Gegenstände mit Bedeutung für Kult, Mythen und Religion. Natürlich in dieser Sammlung mit Bezug zur Schildkröte!

56 Sammelobjekte
Maske (#09079)
Kultgegenstände#09079

Maske

Eine prächtige, handgeschnitzte Maske, integriert in den Rückenpanzer einer großen Schildkröte, tropisches Holz, naturbelassen (mit Spuren von Erde), rückseitig ausgehöhlt, samt Bohrungen, um die Maske mit einem Band vor das Gesicht zu hängen. Die schmalen Augenschlitze ermöglichen nur eine geringe Sicht. Warum der Ibis-artige Vogel in das gewellte Kopfhaar pickt, dürfte ein Rätsel bleiben. Maße: 41 x 26,5 x 18,5 cm. Der Schöpfer dieser Skulptur stammt aus der Ethnie der Baule, Elfenbeinküste (jetzt Cote d´Ivoire, Westafrika). Weitere Objekte: "Suche : Baule".

Bayern, Deutschland

Statussymbol (#07284)
Kultgegenstände#07284

Statussymbol

Schmuck, Anhänger aus Bronze, verziert mit wichtigen Statussymbolen, an geflochtenem Lederhalsband, Ethnie der Baule (Elfenbeinküste) Durchmesser 16 cm.

Vallée du Bandama, Elfenbeinküste

Sammelobjekt #05875
Kultgegenstände#05875

Diese Brettmaske (Tragemaske) hat man zu besonderen Anlässen, z.B. bei einem Unglück im Dorf, vorausgetragen. Der Träger wurde geführt. Welche Geschichte hat das sehr ungewöhnliche Einzelstück von der Elfenbeinküste wohl zu erzählen? Als Besonderheit scheint die Schildkröte einen Schmetterling zu verspeisen, aber auch die Darstellung einer männlichen und einer weiblichen Maske ist interessant. Die Ethnie der Baule ist für ihre raffinierten figürlichen Skulpturen bekannt. Größe: 116 cm hoch, 50 cm breit. Unter "Suche : Baule oder evtl. auch Schmetterling" sind weitere Treffer zu finden.

Savanes, Elfenbeinküste

Statussymbol (#05630)
Kultgegenstände#05630

Statussymbol

Griff eines herrschaftlichen Fliegenwedels, Volksgruppe der Baule (Elfenbeinküste/Westafrika), berühmt für ihre Schnitzkunst, um 1900 (die schöne Patina zeugt vom Alter), Größe 37 cm. Die Skulptur ist Kult- und Statussymbol. Sie war im Besitz eines Notablen und wurde nur zu öffentlichen Auftritten mitgeführt. Die Darstellung eines Greifvogels auf einer Schildkröte entstammt der Mythologie und ist nur für Eingeweihte lesbar. Im unteren Bereich befindet sich beidseitig das Gesicht eines Ahnen. Gemäß der Beschreibung der Afrika-Galerie von Miller stammt das Stück aus einer namhaften amerikanischen Sammlung. Laut Dr. h.c. Honegger befindet sich ein vergleichbares Stück in einer privaten Sammlung in Zürich, siehe seine Veröffentlichung ("Sekretär", 2011). Demnach diente es als Erkennungszeichen eines königlichen Beraters.

Abidjan, Elfenbeinküste

Sammelobjekt #05960
Kultgegenstände#05960

Links: Minogame und Kranich (der einen Kerzenständer im Schnabel hält), Bronzeguss, Größe 42 cm. Beide sind Symbol für ein langes Leben und zählen zu den wichtigen Wahrzeichen des Landes, Meiji-Zeit (1868 - 1912). Die Epoche gilt als die Geburt des modernen Japan, woraus inzwischen ein hochentwickelter Industriestaat entstanden ist. Rechts: Schildkröte und Kranich, Bronzeguss, Größe 30 cm, wohl aus den 1950-er Jahren.

Japan

Sammelobjekt #05670
Kultgegenstände#05670

Diese höfische Pulverflasche (holländisch oder nordwestdeutsch), um 1680, besteht aus dem Panzer einer Griechischen Landschildkröte (Testudo hermanni), die Fassung aus feuervergoldetem Messing mit Gravuren, offene Stellen des Panzers wurden mit Leder abgedichtet, Länge (mit dem originalen Lederriemen) 23 cm. Solche Gegenstände aus exotischen Naturalien galten weniger als Jagdutensilien denn als Kunstkammer-Objekte. Kunstkammern galten als Orte des Staunens. Erworben in der "Kunstkammer Georg Laue" (München, seit 2014 auch in London). Vergleichbare Stücke gibt es in großen Museen wie Paris, London und München (Bayerisches Nationalmuseum), s. auch Wunderkammern.

Bayern, Deutschland

Sammelobjekt #05958
Kultgegenstände#05958

Auftragsarbeit, Straußenei aus Afrika, handbemalt (Acryl, Tempera, Aquarell) mit wilden Frauengestalten und 4 Schildkröten, die Darstellung ist subtil und mehrdeutig, Unikat, Größe 17 cm. Die Künstlerin hat an der Kunstakademie München (Prof. Sturm) studiert . Die klare Ei-Form symbolisiert Unendlichkeit und steht in vielen Kulturen für Leben (auch Fruchtbarkeit und Wiedergeburt). Straußeneier sind zudem Zeugen einer jahrtausende alten Globalisierung im Mittelmeerraum und wurden z.B. in einem der Königsgräber von Ur oder als etruskische Grabbeigabe (hier diente es als Wasserbehälter) gefunden. Staußeneier waren in den Kunstkammern des 16. und 17. Jahrhunderts begehrte Sammelobjekte und wurden oftmals noch dem legendären Vogel Greif zugeschrieben.

Cornelia von Detten

Bayern, Deutschland

Sammelobjekt #04899
Kultgegenstände#04899

Indianischer Nabelschnurbeutel aus Büffelleder, Größe 14 cm, vom Stamm der Lakota-Sioux ( South Dakota, USA ) mit gefärbtem Bast und Borsten vom Kopf eines Stachelschweins sorgfältig verziert (s. ein weiteres Objekt aus Büffelleder mit Glasperlen unter "Suche : Nabelschnurbeutel"). Dem Fetisch wird schützende/magische Kraft zugeschrieben. Es gibt außerdem einige gefärbte Borsten von jungen Stachelschweinen, die u.a. für Stickereien verwendet wurden. Therese Prinzessin von Bayern brachte 1893 von ihren expeditionsähnlichen Reisen zu den Indianern Nordamerikas vergleichbare Stücke mit. Ihre umfangreiche ethnologische Sammlung befindet sich im Museum Fünf Kontinente, München (früher: Museum für Völkerkunde), das ansonsten noch über eine Reihe von interessanten Schildkröten-Objekten verfügt. Der vielseitigen Forscherin (Ethnologie, Zoologie, Botanik) ist eine Büste in der Ruhmeshalle in München gewidmet. "Das Interesse an Raritäten teilten die Wittelsbacher mit vielen europäischen Fürsten", so Herzog Franz von Bayern im Grußwort zu dem Buch "Exotische Welten" (Aus den völkerkundlichen Sammlungen der Wittelsbacher 1806 - 1848 / Staaliches Museum für Völkerkunde München, 2007). Es gibt ein zweites Exemplar, zu finden unter " Suche : Nabelschnurbeutel " .

Dorothy Brave Eagle

Süd-Dakota, Vereinigte Staaten von Amerika

Sammelobjekt #05673
Kultgegenstände#05673

Rechts ist die handwerklich kunstvolle Innenseite der Kapala (rituelles Trinkgefäß aus Ladakh) zu sehen. Links der "Unterbau", der das Objekt zur Schildkröte macht. Bronzeguß von Nicola Kirchner, Enkelin des bedeutenden Bildhauers Prof. Heinrich Kirchner (1902 - 1984, s. drei Kataloge, einer seiner Schüler war übrigens Lothar Fischer), der auch die Gießerei in Ascholding gegründet hat und von dem eine Reihe seiner großen Werke auf dem Skulpturenweg Seeon - Seebruck zu sehen sind. Die Auftragsarbeit erfolgte anhand des von mir gefertigtenTonmodells. Der stilisierte Schmetterling ("Suche: Schmetterling") wurde bewußt eingearbeitet, da er in der Struktur des Bodenpanzers natürlicher Landschildkröten zu finden ist, sign., Größe 23 cm, siehe auch die Abbildung der Außenseite (Schädel), unter "Suche: Kapala".

Klaus Lurati

Bayern, Deutschland

Sammelobjekt #05387
Kultgegenstände#05387

Handgeschnitztes Ritualobjekt von der Osterinsel, die zu Chile gehört. Das männliche Geisterwesen wird als "mo'ai kavakava" bezeichnet, das polynesische Wort für Rippen, die besonders hervortreten. Diese Gestalten haben eine sehr lange Tradition, dienen der Ahnenverehrung oder werden als Schutzgeister gedeutet, Größe 35 cm. Die Augen sind aus Wirbeln eines Fisches mit Pupillen aus Obsidiansplittern. Sie tragen immer individuelle Zeichen auf dem Schädel, beispielsweise einen Fisch oder Vogel. Hier ist das Totemtier (dem übernatürliche Kräfte zugesprochen werden) eine stilisierte Schildkröte, siehe auch eigenen Ausschnitt dazu. Aus dem Museum Fünf Kontinente kenne ich ein vergleichbares Stück.

Región de Valparaíso, Chile

Sammelobjekt #05672
Kultgegenstände#05672

Diese Kapala (Sanskrit "Schädel") ist aus einer menschlichen Schädeldecke gefertigt (erkennbar an den Schädelnähten) und wurde als rituelles Trinkgefäß verwendet. Ein Freund hat es vor vielen Jahren aus Ladakh mitgebracht ( unter dem Druck Chinas wanderten viele Tibeter dorthin aus, heute gehört Ladakh zu Indien). Das Land liegt zwischen Himalaya und Karakorum und zeichnet sich durch seine tibetisch-buddhistische Kultur aus. Die Schale ist kunstvoll in Edelmetall gefasst, mit getriebenen Ornamenten, u.a. mit 44 Totenköpfen und zwei kleinen Türkisen verziert. Aus Respekt vor der zeremoniellen Bedeutung habe ich bewußt einen schlichten Unterbau getöpfert und die Kunstgießerei Kirchner in Ascholding (gegründet von dem Bildhauer Prof. Heinrich Kirchner und seit drei Generationen in Familienbesitz) mit dem Bronzeguß beauftragt. Beim gießen und den abschließenden Arbeiten durch Nicola Kirchner (sandstrahlen, auftragen der Patina, bürsten und wachsen) konnte ich zuschauen, siehe ein weiteres Bild zu dieser Kapala ("Suche : Kapala").

Klaus Lurati

Ladakh, Indien

Sammelobjekt #04900
Kultgegenstände#04900

Indianischer Nabelschnurbeutel (buckskinbag) aus USA, der ein Stückchen der getrockneten Nabelschnur eines Neugeborenen enthält. Aus Büffelleder, mit Glasperlchen bestickt, Größe 16,5 cm (ohne Lederbändchen). Er wird in der Regel von der Mutter oder der Großmutter kunstvoll gefertigt und ist ein Fetisch, dem schützende Kraft zugeschrieben wird. Einheitliches Symbol für Buben ist die Eidechse, für Mädchen die Schildkröte. Das Beutelchen wird zunächst an der Trage befestigt, dann an die Kleidung der Kinder angeheftet und später lebenslang aufbewahrt. Der US-Bundesstaat wurde übrigens nach dem Indianervolk der Missouri benannt. Es gibt in der Sammlung noch ein vergleichbares Objekt ("Suche : Nabelschnurbeutel"). Heute können Stammzellen aus einem kleinen Stück der Nabelschnur gewonnen und eingelagert werden, zur Vorsorge für medizinische Behandlung.

Missouri, Vereinigte Staaten von Amerika

Sammelobjekt #05631
Kultgegenstände#05631

Bodenplatte der schon beschriebenen Schildkröte aus Tibet, Silber, reich dekoriertes Relief mit Mandala und Ornamenten, Größe 25 , "Suche : Tibet".

Tibet, China

Sammelobjekt #05632
Kultgegenstände#05632

Rückenpanzer (Carapax) einer Landschildkröte mit kunstvoller Silbermontierung der Extremitäten, gefertigt in Tibet (s. auch Abbildung der Bodenplatte, "Suche : Tibet"). Der Kopf weist menschliche Züge auf, Gebrauchsspuren, 19. Jhd., Größe 29 cm.

Tibet, China

Sammelobjekt #05791
Kultgegenstände#05791

Wertvolle Kutani-Schale, fein bemaltes Porzellan, Meiji-Zeit (ca. 1870), im Boden sign., Durchmesser 20,5 cm, Höhe 6,7 cm, mit symbolträchtigen Motiven (siehe auch Ausschnitt), die auf eine der ältesten Legenden (benannt nach dem Dorf "Takasago") der Mythologie Japans zurückgehen. Die Geschichte handelt von einem alten Ehepaar, das sich lebenslang liebte.

Japan

Sammelobjekt #05792
Kultgegenstände#05792

Ausschnitt zur Kutani-Schale, Motiv: Altes Paar (Jo und Uba), beide mit Besen (um die Nadeln der Kiefer aufzusammeln), in einer Landschaft mit Meer, Insel und untergehender Sonne, sowie einer Minogame (so werden alte Schildkröten mit Schleierschwanz aus Algen bezeichnet) und zwei Kranichen, insgesamt die klassischen Symbole Japans für Gück und langes Leben. Den Tieren wird in der Überlieferung zugeschrieben, tausend Jahre alt zu werden. Die Symbole spielen bis heute u.a. bei Hochzeitszeremonien eine Rolle ( z.B. Kraniche und Schildkröten als Dekoration).

Japan

Sammelobjekt #05835
Kultgegenstände#05835

Kozuka, Bezeichnung für Beimesser von Samurai-Schwertern aus Japan, die wohl als Allzweckmesser dienten. Sie wurden durch eigens dafür vorgesehene Aussparungen im Schwert-Stichblatt (s. Tsuba) gesteckt. In der Meiji-Zeit gab es ein Verbot, Schwerter zu tragen. In der Folge wurden viele wegen ihrer kunstvollen Gestaltung zerlegt und als Einzelteile ( siehe auch: Menuki, Fuchi, Kozuka) verkauft. Heute finden sich solche Teile, wie hier oft auch nur der obige Griff, in Sammlungen und Museen (z.B. Grassi-Museum Leipzig / u.a. auch Völkerkunde-Museum, mit einem Schwerpunkt auf Asiatischer Kunst). Oben : Legierungstechnik (Shakondo) aus Messing, Kupfer, Silber und Gold, rückseitig ebenfalls eine Schildkröte, sign., Meiji-Zeit um 1890, Größe 10,5 cm. Unten : der Griff eines weiteren Beimessers, gleiche Legierungstechnik, mit den Symbolen für Glück und ein langes Leben (Kranich, Minogame, Kiefer), um 1870, Größe 9 cm. Mittig: eine Griffzwinge, genannt Fuchi, ebenfalls Teil eines Samurai-Schwertes. Diese bildet den Abschluss des Griffes hinter der Tsuba. Motiv ist wiederum die Minogame (in der Vergrößerung besser erkennbar), Material Messing, Größe 3,4 cm.

Japan

Sammelobjekt #05840
Kultgegenstände#05840

Tsuba, das Stichblatt aus Messing ist Teil eines Samurai-Schwertes (Japan), es sitzt zum Schutz zwischen Handgriff und Klinge. Durch die Aussparungen wird die Angel der Klinge, das Beimesser und die Schwertnadel geführt. Größe 7,3 cm. Die Schildkröte zeigt zwar einen Schleierschwanz wie eine Minogame, der Drachenkopf (Bixi) und die insgesamt nicht ganz so feine Verarbeitung weisen aber evtl. darauf hin, dass das Objekt auch aus China stammen könnte (weil derartige Schwerter und ihre Zubehörteile weltweit begehrte Sammelgegenstände sind). Die Gegenseite zeigt einen Kranich mit großer Spannweite sowie asiatische Schriftzeichen.

Japan

Sammelobjekt #05838
Kultgegenstände#05838

Tsuba ist das Stichblatt des traditionellen Samurai-Schwertes, im Feudalsystem Japans eine standesbezogene Waffe (Edo-Zeit, um 1850). Es sitzt zwischen Handgriff und Klinge. Die leicht ovale Platte (Durchmesser ca. 7 cm) besteht aus einer Kupferlegierung und Tauschierungen aus Gold, mit kunstvollen Verzierungen, hier sind es u.a. zwei Schildkröten in Form der Minogame. Auch die Rückseite ist künstlerisch gestaltet. Durch die mittige Aussparung wird die Angel des Schwertes geführt, die kleinere dient der Aufnahme des Beimessers (Kozuka). Das Tsuba ist von der Goldschmiedin Aglaia Köster als Schmuckstück in Silber gefasst und mit einer Fliege verziert.

Japan

Sammelobjekt #05992
Kultgegenstände#05992

Tempelfahne aus Japan, dem "Land der aufgehenden Sonne" (Ausschnitt, es fehlen oben und unten zusammen ca. 1,75 m), Leinen, handbemalt mit den traditionellen Symbolen (die auch für ein langes Leben stehen): Minogame, Kiefer, Kranich und Sonne, samt altersbedingten Gebrauchsspuren. Es gibt bis heute ein ausgeprägtes Traditionsbewußtsein. Die Fahne ist nicht nur wegen der Größe von 5,32 m x 0,74 m (ohne Schlaufen) ein ausgefallenes Stück der Sammlung; zur Minogame siehe zusätzlichen Ausschnitt. Bei Interesse sind weitere Objekte unter den Begriffen "Suche: Minogame oder Kranich" zu finden.

Japan

Sammelobjekt #07552
Kultgegenstände#07552

Schminkpalette, scheibenförmig, mit der Silhouette einer Schildkröte, im Körper gebrochen und wieder zusammengesetzt, mit einem Bohrloch. Als Material für die flachen Tafeln wurde fast ausschließlich Schiefer verwendet. Zeitliche Einordnung: Prädynastisch, Negade II (auch mit Nagada bezeichnet und in die Perioden I - III unterteilt), 3.500 - 3.200 vor Chr. Der Name kommt von der oberägyptischen Stadt Nagada (nördlich von Luxor), damals das prägende Zentrum der politischen und kulturellen Entwicklung. In dieser Phase erfolgte die Ausbreitung nach Norden, es begann die Assimilation der unterägyptischen Kultur, was schließlich zur Gründung des ägyptischen Staates führte. Zeitlich also vor dem Bau der großen Pyramiden (ab ca. 3.000 vor Chr.) und weit vor so bekannten Pharaonen wie Echnaton / Nofretete oder Tutanchamon, die von 1353 - 1322 v. Chr. herrschten. Zu den Bestattungsriten der oberen Klasse gehörten große Grabkammern bzw. Gräberfelder mit beachtlichen Beigaben, die der Versorgung für die Ewigkeit dienen sollten, z.B. in schönen Keramikgefäßen, aber auch persönliche Gegenstände wie Schminkpaletten (sowohl von Frauen als auch von Männern genutzt). Diese wurden zum Zerreiben und Anrühren von Augenschminke (aus Mineralien gewonnen) verwendet. Grabbeigaben waren Zeichen der Hoffnung auf Auferstehung, für die man mit den Dingen des täglichen Lebens, aber auch mit Luxusgütern aller Art, ausgestattet sein musste. Es war zugleich Antrieb für Kunsthandwerker, die ihre Werke im Bewußtsein schufen, ebenfalls für die Ewigkeit zu arbeiten. Das Ägyptische Museum München - von dort stammen auch die wesentlichen Informationen - besitzt mehrere für diese Epoche charakteristische Schminkpaletten, die u.a. als Fisch und Schildkröte (Trionyx triunguis, Trivialname: Afrikanische Weichschildkröte) gestaltet sind. Typisch ist die auf Umrißlinien reduzierte Form. Das Objekt wurde fachmännisch geprüft, Provenienz: aus der Sammlung W.K. (dort erworben in den 1960er Jahren). Es ist mit ca. 5.400 Jahren der älteste Kunst- und Gebrauchsgegenstand der Sammlung, wenn man von den Versteinerungen absieht. Länge 16,5 cm, Breite 8,7 cm, Höhe 0,6 cm. Zusätzlicher Bezug: um 3000 v. Chr. war unser Sternbild Krebs dort unter dem Namen Ab-Schetui bekannt und symbolisierte eine Schildkröte. In den zugehörigen Hieroglyphen sind zunächst eine, später sogar zwei Schildkröten zu sehen. Die Schildkröte zählte zu den Gefährten des Seth und gehörte zu den "Feinden des Re" (altägyptischer Sonnengott). Weitere Überlieferungen führen hier zu weit. Auch die Babylonier sahen in diesem Sternbild eine Schildkröte. Abschließend ein Zitat von Ernest Renan (französischer Historiker und Philosph): "Das Alte Ägypten - ein Leuchtfeuer in den umnachteten Meeren der Urzeit".

Luxor, Ägypten

Sammelobjekt #04902
Kultgegenstände#04902

Indianischer Fetisch (ein Amulett, dem magische Kraft zugeschrieben wird), schwarzer Stein und Türkis (poliert), sowie weitere Halbedelsteine, die an einem Lederbändchen aufgefädelt sind, signiert, Länge 6,5 cm.

Neumexiko, Vereinigte Staaten von Amerika

Sammelobjekt #05990
Kultgegenstände#05990

Minogame, Detail der gesondert beschriebenen Tempelfahne aus Japan.

Japan

Sammelobjekt #06367
Kultgegenstände#06367

Weihrauch-Brenner (innen mit Restspuren) aus Japan, Messing, unter den Motiven finden sich Minogame und Kranich, aber auch uralte Hakenkreuzzeichen und ein Drache (auf dem Deckel), um 1900, im Boden sign., Grundfläche 14 x 14 cm, Höhe 20 cm.

Japan