Sammelobjekt #05835

Beschreibung

Kozuka, Bezeichnung für Beimesser von Samurai-Schwertern aus Japan, die wohl als Allzweckmesser dienten. Sie wurden durch eigens dafür vorgesehene Aussparungen im Schwert-Stichblatt (s. Tsuba) gesteckt. In der Meiji-Zeit gab es ein Verbot, Schwerter zu tragen. In der Folge wurden viele wegen ihrer kunstvollen Gestaltung zerlegt und als Einzelteile ( siehe auch: Menuki, Fuchi, Kozuka) verkauft. Heute finden sich solche Teile, wie hier oft auch nur der obige Griff, in Sammlungen und Museen (z.B. Grassi-Museum Leipzig / u.a. auch Völkerkunde-Museum, mit einem Schwerpunkt auf Asiatischer Kunst). Oben : Legierungstechnik (Shakondo) aus Messing, Kupfer, Silber und Gold, rückseitig ebenfalls eine Schildkröte, sign., Meiji-Zeit um 1890, Größe 10,5 cm. Unten : der Griff eines weiteren Beimessers, gleiche Legierungstechnik, mit den Symbolen für Glück und ein langes Leben (Kranich, Minogame, Kiefer), um 1870, Größe 9 cm. Mittig: eine Griffzwinge, genannt Fuchi, ebenfalls Teil eines Samurai-Schwertes. Diese bildet den Abschluss des Griffes hinter der Tsuba. Motiv ist wiederum die Minogame (in der Vergrößerung besser erkennbar), Material Messing, Größe 3,4 cm.

Details

Gegenstände mit Bedeutung für Kult, Mythen und Religion. Natürlich in dieser Sammlung mit Bezug zur Schildkröte!

Material
Metall

Sammelbegriff für Bronze, Messing, Eisen, Silber, Zinn und andere Metalle. Bildhauerisch in Guss-, Schmiede- und Treibtechnik verarbeitet, daneben in Münzen, Schmuck und Gebrauchsgegenständen.

Herkunft
Japan
Erstellt
16.7.2021
Aktualisiert
23.6.2025
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