Sammelobjekt #04899

Beschreibung

Indianischer Nabelschnurbeutel aus Büffelleder, Größe 14 cm, vom Stamm der Lakota-Sioux ( South Dakota, USA ) mit gefärbtem Bast und Borsten vom Kopf eines Stachelschweins sorgfältig verziert (s. ein weiteres Objekt aus Büffelleder mit Glasperlen unter "Suche : Nabelschnurbeutel"). Dem Fetisch wird schützende/magische Kraft zugeschrieben. Es gibt außerdem einige gefärbte Borsten von jungen Stachelschweinen, die u.a. für Stickereien verwendet wurden. Therese Prinzessin von Bayern brachte 1893 von ihren expeditionsähnlichen Reisen zu den Indianern Nordamerikas vergleichbare Stücke mit. Ihre umfangreiche ethnologische Sammlung befindet sich im Museum Fünf Kontinente, München (früher: Museum für Völkerkunde), das ansonsten noch über eine Reihe von interessanten Schildkröten-Objekten verfügt. Der vielseitigen Forscherin (Ethnologie, Zoologie, Botanik) ist eine Büste in der Ruhmeshalle in München gewidmet. "Das Interesse an Raritäten teilten die Wittelsbacher mit vielen europäischen Fürsten", so Herzog Franz von Bayern im Grußwort zu dem Buch "Exotische Welten" (Aus den völkerkundlichen Sammlungen der Wittelsbacher 1806 - 1848 / Staaliches Museum für Völkerkunde München, 2007). Es gibt ein zweites Exemplar, zu finden unter " Suche : Nabelschnurbeutel " .

Details

Gegenstände mit Bedeutung für Kult, Mythen und Religion. Natürlich in dieser Sammlung mit Bezug zur Schildkröte!

Material
Leder

Bearbeitetes Tierhautmaterial, häufig getrieben, geprägt oder bemalt. Findet sich in Klein-Skulpturen, Einbänden und Gebrauchsgegenständen.

Erstellt
6.12.2020
Aktualisiert
8.12.2025
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