Barbara Lenz

Zur Person

Architektin und Künstlerin (* 1965 in Würzburg). Tochter der Maler Wolfgang und Hella Lenz, lebt seit 2005 wieder in Würzburg, dort freischaffend tätig. Schafft seit 1989 ihre „Fabelhaften Wesen": etwa 30 cm hohe Tierfiguren in menschlicher Form, gefertigt aus Federn verschiedener Vögel sowie Naturmaterialien wie Blättern, Disteln und Muscheln, dazu Perlen und Strass. Viele Figuren sind mit Spielwerken ausgestattet und bewegen sich zur Musik.

Sammelobjekte

3 Einträge
Sammelobjekt #06147
Skulpturen#06147

Ausschnitt zu dem schon beschriebenen "Fabelhaften Wesen", mit einem Menuki am Gürtel. Mehrere solcher Menukis wurden in den Griff von Samuraischwerter eingearbeitet (s. auch Tsuba, Fuchi, Kozuka).

Bayern, Deutschland

Sammelobjekt #06144
Skulpturen#06144

Aus Begeisterung ist hier noch die Rückseite des schon beschriebenen Werkes zu sehen.

Bayern, Deutschland

Sammelobjekt #06143
Skulpturen#06143

Auftragsarbeit (2016), die Künstlerin hat eine ganz eigene Kunstform entwickelt und bezeichnet ihre Geschöpfe als "Fabelhafte Wesen". Ich durfte in Würzburg Einblick in Ihr "Zauberreich" nehmen, aber auch bei spektakulären Einzelausstellungen, z.B. in Schloß Moritzburg bei Dresden. Gemeinsam ist uns u.a. der Bezug zu der hohen Kultur Japans. Ergebnis ist die weibliche Figur im prachtvollen Kimono, mit Katzenkopf, die eine Schildkröte an der Leine führt. Der Bezug zu einigen Dandys in London und Paris (19. Jhd.) liegt nahe, s. auch zwei Auftrags-Zeichnungen dazu ("Suche: Dandy"). Kopf und Hände sind aus feiner Fimomasse modelliert und bei 130 Grad im Backofen gehärtet. Das Gewand besteht aus einer Vielzahl unterschiedlicher und teilweise gefärbter Vogelfedern (Ente, Pfau, Strauß usw.). Die Liebe zum Detail hat sie bis zur Vollendung perfektioniert, beispielsweise bei der handgeflochtenen Frisur oder den Augen samt Wimpern, aber auch durch Seidenbänder, geprägtes Goldpapier oder winzige Glasperlen. Kleine Teile (Wiener Bronze/Schildkröte an der Leine oder das Menuki am Gürtel) habe ich zur Verfügung gestellt. Ein Glassturz mit eingebauter Spieluhr ("It`s a small world...") schützt das diffizile Werk, Größe: 25 x 25 cm Grundfläche, 34 cm Höhe. Sowohl dieses Objekt als auch ihr Katalog sind signiert. Die Arbeit gehört für mich zu den Höhepunkten der Sammlung. Nach dem Abitur erwog sie ein Kunststudium, machte aber zunächst eine Feinmechanikerlehre (Kammersiegerin), studierte Architektur (Dipl., TH München), arbeitete lange in einem Architekturbüro und ist seit 2005 freie Künstlerin. Die Inspiration zu ihren "Fabelhaften Wesen" wurde früh durch ihre Künstler-Eltern geprägt. Von ihrem hoch geschätzten Vater Wolfgang Lenz ("Magischer Realismus", um nur ein Stichwort zu nennen) habe ich um 1970 zwei Bilder erworben, aber ohne Bezug zu Schildkröten. Kein Gag: sie wohnt am "Wolfgang-Lenz-Weg". Es gibt aber auch großformatige Tierplastiken aus Muscheln und Schnecken. 2006 wurde ihr der "World Prize of Salvador Dali for Fine Arts" (Prag/Madrid) verliehen.

Bayern, Deutschland