Corinne Haberl

Sammelobjekte

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Sammelobjekt #09068
Outsider Kunst#09068

Hinterglasmalerei (eine komplexe und vielschichtige Technik), lebendige Acrylfarben und Tusche, 2023, sign., gerahmt, Format 31 x 41 cm. Der Titel bedeutet sinngemäß "Beflecktes Wasser". Ein gegenständliches Werk mit minutiösen Details, die es zu entdecken gilt. Die Künstlerin malte ihr erstes Hinterglasbild mit 13 Jahren, Abitur, Uni-Abschluß (Romanistik) in Strasbourg, Arbeit als Dolmetscherin.  Sie lebt heute in Landsberg am Lech und arbeitet schon lange und ausschließlich in der von ihr heiß geliebten Technik. Dabei versucht sie das Widersprüchliche und Paradoxe auf das "Glas" zu bringen. Zudem findet sie immer wieder skurrile Wortschöpfungen. Die aktuelle Ausstellung in der SeelenART GALERIE, München (2026) heißt "Färkeerte Wällten" und ihre Bilder haben oft verballhornte Titel, z. B. "Veni, vidi, pipi" oder "Cacator cave malum". Das Motiv zeigt die rücksichtslose Meeresverschmutzung durch industriellen Abbau in der Tiefsee. Siehe Details: Schaufelrad-Bagger, eine in Fischerleinen verfangene Schildkröte, Abfall (Plastikdose, Condom) oder ein verletzter Seevogel. Tatsächlich wurden in verendeten Meeresschildkröten Condome und sonstige Plastikreste gefunden. Ihr sensibles Bild ist zugleich ein Mahnruf für wirksamen Artenschutz, den ich voll unterstütze. Im Rahmen der Ausstellung fand außerdem ein interaktiver workshop statt, bei dem ich ein Hinterglasbild gestaltet habe, (naheliegend mit Schildkröten-Motiven in fünf Farben, der Hintergrund wird zuletzt gemalt, Format 10 x 15 cm). Sie kennt Teile des Virtuellen Museums und ist mit zwei "meiner" Künstler befreundet. Frau Haberl erhielt zusammen mit weiteren Künstlern den Oberbayerischen Kunstförderpreis "SeelenART 2026" (der Katalog dazu enthält 2 Werke von ihr). In der Jury sind u.a. Rudi Hurzlmeier, Dorothee Mammel und Tini Polt, insgesamt ist auch Gerhard Polt engagiert. 

Bayern, Deutschland