Sammelobjekt #05595

Beschreibung

NETSUKE, handgeschnitzt, aus Elfenbein, um 1900, sign., Größe 4 x 4,4 cm. Da die traditionelle Bekleidung Japans keine Taschen hatte, mußten Gegenstände des täglichen Gebrauchs, wie Geldbeutel oder kleine Stapeldosen (Inro) für Siegel, Stempelfarbe, Tabak oder auch Medizin (zusammengefasst unter dem Begriff Hängesachen = jap. sagemono) am Gürtel (obi) befestigt werden. Hierfür dienten als Gegengewicht und Knebel sog. N e t s u k e, die zur Befestigung zwei kleine Löcher für eine Schnur aufweisen. Gürtelschmuck blieb bis ins 19. Jahrhundert ein Accessoire der japanischen Männermode. Diese Netsuke haben sich vom Gebrauchsgegenstand zu Miniatur-Kunstwerken mit ausgefallenen Motiven entwickelt. Hier trägt die Schildkröte sogar ein Pferd auf ihrem Panzer.

Details
Kategorie
Volkskunst

Handgefertigte Objekte aus volkskünstlerischer Tradition, oft regional oder kulturell verwurzelt. Zeigt, wie tief die Schildkröte als Motiv in vielen Kulturen verankert ist.

Material
Elfenbein

Werkstoff aus den Stoßzähnen von Elefanten und Walrossen, traditionell für feine Schnitzereien geschätzt. Der internationale Handel mit modernem Elfenbein ist heute streng eingeschränkt; in der Sammlung handelt es sich d…

Herkunft
Japan
Erstellt
21.3.2021
Aktualisiert
24.11.2025
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