Sammelobjekt #06384
Bei den Shipibo, einer kleinen Ethnie im Amazonasgebiet von Ucayali ist das Töpfern eine rein weibliche Tätigkeit. Die Bemalung mit Naturfarben erfolgt mit hakenartigen geometrischen Symbolen, die an ein Labyrinth erinnern, um böse Geister abzuhalten, oder auch an Tätowierungen mit schützender Bedeutung. Die Menschen konnten sich Traditionen und ihre mythische Weltanschauung bewahren, schön zu sehen an dieser KRIPPE, an der nicht Ochs und Esel, sondern Puma und Schildkröte stehen. Zur Größenorientierung: Maria und Josef sind je 23 cm groß, die Schildkröte ist mit 21 cm größer als das Christuskind. Die Keramikerin genießt in ihrer Heimat große Wertschätzung, ist im Museum "Manos Peruanas" in Lima zu finden und inzwischen im Museum der Weltkulturen in Frankfurt, zudem ist sie in dem großen Bildband "Weisheit der Hände" prominent vertreten. Das Buch wurde maßgeblich von Fidelis Ruppert, Abt der Benediktinerabtei Münsterschwarzach unterstützt.
- Kategorie
- Volkskunst
- Künstler
- Garciela Valles Valera
- Material
- Keramik / Porzellan
- Herkunft
- Ucayali, Peru
- Erstellt
- 16.7.2021
- Aktualisiert
- 30.8.2024
Handgefertigte Objekte aus volkskünstlerischer Tradition, oft regional oder kulturell verwurzelt. Zeigt, wie tief die Schildkröte als Motiv in vielen Kulturen verankert ist.
Aus Ton geformt, glasiert und gebrannt — der Klassiker für Figuren, Gefäße und Schalen. Umfasst grobschamottiertes Steinzeug, feine Fayencen und Porzellan.